SB-Warenhäuser: Metro will sich von Real trennen

Einstellen Kommentar Drucken

Die Probleme sind aber nicht weniger geworden, der Aktienkurs sogar schlechter.

Metro will Real nur komplettabgeben.

Der Real-Vorstand hatte bei einer Sitzung am Donnerstagabend den Beschluss gefasst, Real zu verkaufen und anschließend die Öffentlichkeit darüber informiert. Der MDax-Konzern teilt mit, man habe beschlossen, "einen Veräußerungsprozess" einzuleiten.

Vor gut einem Jahr hatte sich der Metro-Konzern aufgespalten - auf der einen Seite die Beteiligungsgesellschaft Ceconomy für die Elektronikmärkte Saturn und Mediamarkt, auf der einen Seite der Lebensmittelhändler Metro mit den gleichnamigen Großmärkten und der Supermarktkette Real. "Uns haben in den vergangenen 18 Monaten bereits mehrere Interessenten angesprochen", sagte der Metro-Chef. Mit Blick auf den Börsenkurs der Metro ist dies bislang nicht gelungen: Notierte eine Aktie nach der Abspaltung noch bei über 20 Euro, erreichten die Anteilsscheine jüngst ein Jahrestief von 10,02 Euro. Außerdem gehört zu Real eine Onlineplattform mit fast 400 Millionen Euro Umsatz.

Metro steuerte unter anderem mit Kostensenkungen bei real dagegen. Darauf antwortete ver.di im Sommer mit Warnstreiks, Demonstrationen und Kundgebungen. "Unser Ziel ist es, dass Real als Ganzes in die Zukunft geführt wird", so Koch. Durch die Entwicklung eines tragfähigen Geschäftsmodells, die wachsende Online-Präsenz und die nun wettbewerbsfähigen Kostenstrukturen seien die wesentliche Voraussetzungen für eine positive Entwicklung erfüllt, hieß es. Das Unternehmen beschäftigt 34.000 Mitarbeiter an 282 Standorten.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk24 am 13. September 2018 um 20:00 Uhr.

Comments