Türkei: Hamburger zu Haftstrafe verurteilt

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Wieder wird Medienberichten zufolge in der Türkei ein Deutscher zu einer Gefängnisstrafe verurteilt, wieder geht es um angebliche Terrorpropaganda. Er soll über soziale Medien Propaganda für Terrororganisationen verbreitet haben. Nach Informationen von NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung sah es das Gericht als erwiesen an, dass er über soziale Medien Propaganda für Terrororganisationen verbreitet hat.

Der Richter verhängte eine Haftstrafe von drei Jahren und eineinhalb Monaten.

Laut des Medienberichts wurde die Strafe zunächst ausgesetzt, der 46-Jährige darf die Türkei jedoch nicht verlassen. Sein Verteidiger kündigte an, in Berufung zu gehen. Er war daraufhin Mitte August in dem kurdischen Dorf Saribasak in der Provinz Elazig festgenommen worden.

Die Verurteilung von Ilhami A. erfolgte ungewöhnlich schnell, da Verdächtige in der Türkei oft monatelang in Untersuchungshaft sitzen, bevor Anklage erhoben wird. Dort besuchte er nach Angaben des Senders NDR seine kranke Mutter. Augenzeugen berichteten dem NDR damals, dass Sicherheitskräfte der türkischen Polizei die Wohnung der Mutter durchsucht hatten. Er ist selbstständiger Taxifahrer und lebt seit 1992 in Hamburg.

Das Auswärtige Amt hatte kürzlich mitgeteilt, dass noch sechs Deutsche aus politischen Gründen in der Türkei in Haft seien.

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