Fischpediküre: Wegen Fisch-Spa alle Zehen verloren?

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Diesen Urlaub wird die junge Thailand-Reisende wohl ihr Leben lang nicht vergessen.

Es ist der Pediküre-Trend schlechthin: Fisch-Spa.

Derzeit wird in mehreren englischen Medien über die 29-jährige Victoria Curthoys aus Perth in Austalien berichtet. Acht Jahre ist die Reise her. Da die junge Frau ohne großen Zeh laufen lernen musste, fingen die verbleibenden Zehen mehr Druck ab - eine weitere Entzündung machte sich breit und Victoria Curthoys musste ein weiterer Zeh amputiert werden.

In dem Schönheitssalon, in dem zahlreiche Saugbarben in Wasserbecken knabbernd dafür sorgen, dass die Füße der Gäste von abgestorbenen Hautschüppchen befreit und streichelzart werden, unterzog sich die Urlauberin einer Beauty-Behandlung. Dort zog sie sich englischen Medienberichten zufolge die knochenfressenden Shewanella Bakterien zu, die nach und nach ihre Zehen auffraßen. Besonders tragisch für die junge Frau: Von Geburt an hat die Australierin kein Gefühl in den Füßen, weshalb sie die fortgeschrittene Entzündung viel zu spät bemerkte. In den folgenden sieben Jahren verlor sie dann nach und nach alle Zehen an ihrem rechten Fuß. Im schlimmsten Fall könnte die Australierin ihr ganzes Bein verlieren, wenn sie Anzeichen einer Entzündung nicht schnell genug erkennt. Dieser musste dann zur Hälfte amputiert werden.

Sie wollte sich etwas Besonderes gönnen: Eine Australierin ging im Thailand-Urlaub in ein Fisch-Spa - und holte sich eine Infektion. Kurze Zeit später bekam sie Fieber, fühlte sich krank. Ärzte konnten zunächst keine Ursache feststellen.

"Als sie endlich wussten, was ich habe, war der komplette Knochen des großen Zehs zerfressen und musste abgenommen werden", sagte Victoria dem "Mirror". "Als sie begriffen hatten, was es war, war mein gesamter Zehknochen weggefressen und ich hatte die ganze Zeit an Krankheiten gelitten", so Curthoys. Doch das Bakterium hatte unbemerkt schon den nächsten Zeh befallen. Doch diese Entscheidung sollte sie sehr bald bereuen. Ein Fußarzt stellte in einer Blutuntersuchung erneute Knocheninfektionen fest. Den kleinen Zeh ließen die Chirurgen vorerst dran. Nach weiteren Blutproben und Röntgenaufnahmen wurde eine erneute Knocheninfektion entdeckt, sodass im November 2017 die letzte Zehe abgenommen wurde. Victoria Curthoy jedenfalls ist davon überzeugt, dass Keime oder Bakterien während der Fisch-Pediküre über die alte Operationsnarbe in ihren Fuß eingedrungen sind und die Zehenknochen zerstört haben.

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