US-Justizminister unter Druck - Donald Trump schwächt Sessions mit verbalen Attacken

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US-Präsident Donald Trump greift seinen Justizminister Jeff Sessions auf dem Onlineportal Hill-TV erneut verbal an. "Ich habe keinen Justizminister". Der Minister hatte sich kurz nach seinem Amtsantritt wegen seiner Rolle in Trumps Wahlkampfteam für befangen erklärt und aus den Ermittlungen zurückgezogen.

Damit schien der US-Präsident den Druck auf Sessions, zurückzutreten, weiter zu erhöhen.

Seit sich US-Justizminister Jeff Sessions wegen Befangenheit aus den Ermittlungen in der Russland-Affäre zurückgezogen hat, sieht sich der 71-Jähriger der Kritik von US-Präsident Donald Trump ausgesetzt. Er war der erste Senator, der mich unterstützt hat.

Die Konfrontation zwischen Trump und Sessions hat sich seit März 2017 zunehmend verschärft - seit Sessions seine Entscheidung verkündete, sich aus den Ermittlungen zur sogenannten Russland-Affäre rauszuhalten.

Konkret kritisierte Trump den Minister abermals dafür, dass er sich aus den Ermittlungen zur Russlandaffäre zurückgezogen hat. Dies hätte Sessions nicht tun müssen, urteilte Trump. "Es ist sehr traurig, was passiert ist". Und dessen Leistung bei der Einwanderungs-Eindämmung an der mexikanischen Grenze. Doch sein jetziger Minister habe sich schlecht geschlagen, sei "durcheinander und verwirrt gewesen", sagte Trump.

Anfang August hatte Trump seinen Justizminister aufgefordert, die Untersuchungen Muellers umgehend zu stoppen - obwohl der offenkundig gar nicht mehr zuständig ist.

Die Oberaufsicht über die Russland-Ermittlungen führt seitdem Vizejustizminister Rod Rosenstein. Mit diesem Vorgehen zog Sessions den Zorn Trumps auf sich. Eine Entlassung durch Trump würde wenige Wochen vor den wichtigen US-Kongresswahlen vermutlich aber Vorwürfe der Einmischung befeuern.

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