Iran: Mindestens 24 Tote bei Anschlag auf Militärparade

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Der Nachrichtenagentur Tasnim zufolge hatten Unbekannte in der südwestlich gelegenen Stadt Ahwas von einem Park aus auf eine Gruppe von Revolutionsgarden geschossen.

Das Staatsfernsehen sprach ausserdem von mehr als 60 Verletzten. Da viele von ihnen in Lebensgefahr schwebten, könne die Zahl der Todesopfer noch steigen, sagte der Sprecher laut Nachrichtenagentur Tasnim.

Die Berichte über die Anzahl der Verletzten variieren zwischen sieben und 20. Laut einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur Irna wurden zudem mehrere Zivilisten getötet. Mindestens 20 weitere Menschen, darunter auch ein Kind und eine Frau, wurden demnach verletzt.

Auch zwei der Angreifer sollen von Sicherheitsbeamten getötet worden sein. Die Agentur sprach dabei von einem Terroranschlag. Ahwas liegt in der mehrheitlich von Arabern bewohnten Provinz Chusestan an der Grenze zum Irak. Nach Angaben der Revolutionsgarden handelt es sich bei den Schützen um Mitglieder einer sunnitischen Separatistengruppe namens "Al-Ahwasieh", die von Saudi-Arabien unterstützt werde und auch dem IS nahestehe. Die Gruppe hat in der Zwischenzeit auch die Verantwortung für den Angriff übernommen.

Irans Aussenminister Javad Zarif verkündete per Twitter, Iran werde entschieden auf den Anschlag reagieren.

Falls die Berichte stimmen, dass IS-Anhänger für den Anschlag verantwortlich sind, wäre das der zweite Angriff dieser Art in Iran.

US-Präsident Donald Trump werde in dem Konflikt mit dem Iran genauso scheitern wie der frühere irakische Machthaber Saddam Hussein, ergänzte Ruhani mit Blick auf den Ersten Golfkrieg von 1980 bis 1988.

Im Juni 2017 waren bei einem Angriff auf das Parlament und das Mausoleum von Ayatollah Khomeini in Teheran 17 Menschen getötet und dutzende weitere verletzt worden. Er machte die "Terrorsponsoren in der Region und ihre amerikanischen Herren" für den Angriff verantwortlich und drohte mit "einer umgehenden und konsequenten Reaktion" des Iran.

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