Rüstungssanktionen: China sagt Militärgespräche mit USA ab

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China hat die Militärgespräche mit den USA vorerst verschoben. Damit reagiert das Land auf die Rüstungssanktionen der Vereinigten Staaten.

Das chinesische Außenministerium hat den amerikanischen Botschafter wegen der US-Sanktionen gegen China wegen der Zusammenarbeit mit Russland einbestellt, meldet die Nachrichtenagentur Reuters. Vize-Außenminister Zheng Zeguang bestellte Botschafter Terry Branstad am Samstag ins Außenministerium ein und protestierte offiziell "gegen die Sanktionen gegen das chinesische Militär", wie die Zeitung "People's Daily" auf ihrer Website berichtete.

"Die chinesische Seite hat die Entscheidung getroffen, den an der 23. internationalen Fachkonferenz der Seestreitkräfte teilnehmenden Befehlshaber der Marine der Volksbefreiungsarmee, Shen Jinlong, der seinen Besuch in den USA zum Abschluss bringen wollte, unverzüglich zurückzurufen, heißt es in einer entsprechenden Mitteilung". Das chinesische Militär behalte sich weitere Schritte vor, erklärte das Ministerium, ohne dies genauer auszuführen. Diese richten sich gegen die für Waffen und Ausrüstung zuständige Entwicklungsabteilung des chinesischem Militärs und deren Leiter, Li Shangfu. Bei den Waffengeschäften geht es um den vereinbarten Verkauf von zehn russischen Kampfjets vom Typ SU-35 und dem Boden-Luft-Raketensystem S-400 an China.

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