Panama will "Aquarius" Flagge entziehen

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Das Schiff "Aquarius" ist wieder mit geretteten Migranten auf dem Mittelmeer unterwegs und weiß nicht wohin. Italien droht mit einer Anzeige.

Wohin die Menschen an Bord gebracht werden, ist unklar. Darunter sind nach Angaben der Hilfsorganisation 17 Minderjährige und eine Schwangere. Er will, dass die libyschen Behörden die Rettungseinsätze übernehmen und die Migranten wieder zurück in das Bürgerkriegsland bringen. Der italienische Innenminister Matteo Salvini bekräftigte: "Für diese Herren (der NGO) bleiben die italienischen Häfen geschlossen". Nach einem komplizierten Einsatz und nach Verhandlungen mit der libyschen Küstenwache seien in internationalen Gewässern 47 Menschen aufgenommen worden, twitterte SOS Mediterranee.

Die "Aquarius" war erst vor wenigen Tagen nach einer 19-tägigen Zwangspause von Marseille aus unter der Flagge Panamas und unter dem neuen Namen "Aquarius 2" wieder in See gestochen, nachdem die britische Kronkolonie Gibraltar dem Schiff die Flagge entzogen hatte. Hilfsorganisationen lehnen dies jedoch ab, weil vielen Menschen dort Folter droht. Die 141 Flüchtlinge an Bord wurden auf fünf Länder verteilt, Deutschland wollte bis zu 50 Menschen aufnehmen. Als Grund dafür nannte er auch die Präsenz der "Aquarius".

In den letzten Monaten waren mehrere Rettungsboote - darunter auch schon die "Aquarius" - auf dem Mittelmeer tagelang blockiert gewesen.

Die "Aquarius" war erst vor wenigen Tagen nach einer 19-tägigen Zwangspause von Marseille aus unter panamaischer Flagge wieder in See gestochen, nachdem die britische Kronkolonie Gibraltar dem Schiff seine Flagge entzogen hatte. Das Schiff habe internationale rechtliche Vorgänge in Bezug auf Flüchtlinge außer Acht gelassen. Er verfolgt seit Antritt der neuen italienischen Regierung im Juni eine Null-Toleranz-Politik gegen Migranten, die mit Booten versuchen, illegal Italiens Küsten zu erreichen.

Die Beschwerde geht laut Panama vor allem von den italienischen Behörden aus. Die Hilfsorganisationen Ärzte ohne Grenzen und SOS Mediterranee zeigten sich "erschüttert" über das Vorgehen Panamas gegen das von ihnen betriebene Schiff. Die "Aquarius" sei das einzige verbliebene nichtstaatliche Rettungsschiff im zentralen Mittelmeer.

Beide Organisationen forderten die europäischen Regierungen auf, der "Aquarius 2" eine Fortsetzung des Einsatzes zu ermöglichen. Der Aquarius werde unter "offenkundigem wirtschaftlichem und politischem Druck der italienischen Regierung" die Registrierung entzogen, kritisierten sie.

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