Niederlande - Polizei vereitelt Terroranschlag auf Großveranstaltung

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Sieben Verdächtige seien festgenommen worden, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Die niederländischen Sicherheitsbehörden haben nach eigenen Angaben einen geplanten Terroranschlag auf eine Großveranstaltung verhindert.

Die Vorbereitungen für den Angriff mit Sturmgewehren und Sprengstoffgürteln seien "weit fortgeschritten" gewesen, sagt die Staatsanwaltschaft in Den Haag.

Die Verdächtigen wollten den Ermittlern zufolge Maschinengewehre und Bombenwesten einsetzen, damit es "bei einer Großveranstaltung möglichst viele Opfer" gibt. Die Verdächtigen hätten zudem einen Anschlag mit einem mit Sprengstoff beladenen Auto an einem weiteren Ort geplant. Details zum mutmaßlichen Ziel des Anschlags wurden nicht genannt.

An der Aktion der Behörden waren 400 schwer bewaffnete Beamte beteiligt. Sie waren am späten Nachmittag in Arnheim im Osten des Landes nahe der deutschen Grenze beziehungsweise in Weert im Südosten festgenommen worden.

Nach einem Hinweis des Geheimdienstes waren die Ermittlungen bereits im April gestartet worden. Nach Informationen der Staatsanwaltschaft soll ein 34-jähriger Mann aus dem Irak im Zentrum der Gruppe stehen. Die Männer im Alter zwischen 21 und 34 Jahren seien über Monate hinweg von der Polizei beobachtet worden. Er war den Angaben zufolge im vergangenen Jahr verurteilt worden, weil er versucht hatte, in Gebiete zu reisen, die von der Dschihadistenorganisation Islamischer Staat (IS) kontrolliert werden. Über das genaue Anschlagsziel machten die Ermittler zunächst keine Angaben. Die Ermittlungen im Zusammenhang mit den möglichen Zielen dauerten an, hieß es. Bei ihrer Festnahme stellte die Polizei fünf Handfeuerwaffen sicher.

Die Festgenommenen sollen am Freitag einem Richter in Rotterdam vorgeführt werden.

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