Studie: Diese Parteien sind bei Zuwanderern besonders (un)beliebt

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Die wählen verstärkt Die Linke.

Menschen mit Migrationshintergrund haben heute weniger Sympathie für die SPD als noch vor einigen Jahren. Laut einer Untersuchung des Sachverständigenrats deutscher Stiftungen für Integration und Migration (SVR) halten nur noch 25 Prozent von ihnen die SPD für die beste Partei. Bei der Bundestagswahl 2013 lag der Anteil der Wahlberechtigten mit Migrationshintergrund bei 9,4 Prozent. Von den SPD-Abgeordneten haben 9,8 Prozent ausländische Wurzeln. Die Türkeistämmigen hatten 2016 noch zu knapp 70 Prozent die SPD als liebste Partei genannt. Dafür waren zwischen Juli 2017 und Januar 2018 knapp 9300 Menschen befragt worden, davon rund 3500 mit Migrationshintergrund.

Auch die Grünen verloren demnach und sanken in der Gunst der Befragten von 13,2 auf 10,0 Prozent.

Wie der Wandel zu erklären ist, geht aus den Ergebnissen nicht hervor. Deutlich zu erkennen sind aber die Unterschiede zwischen den Zuwanderergruppen. Während zum Beispiel die SPD kräftig an Zustimmung verliert, würde die Union bei Wahlen ein sehr gutes Ergebnis erzielen.

CDU und CSU sind mit 43,2 Prozent Zustimmung (2016: 27,6 Prozent) in dieser Gruppe inzwischen die beliebtesten Parteien. Die AfD halten laut der Untersuchung nur 1,1 Prozent der Deutschtürken, aber zwölf Prozent der Aussiedler für die beste deutsche Partei. "Seit 2005 hat sie eine von Offenheit und Toleranz geprägte Linie verfolgt". Ihre Familie gehört zur türkischen Minderheit in Griechenland.

Vor zwei Jahren war die SPD bei Personen mit Migrationshintergrund laut einer Studie noch klar die beliebteste Partei. Vor allem der frühere Grünen-Chef Cem Özdemir ist für viele Erdogan-Anhänger in Deutschland ein rotes Tuch. In der neuen Erhebung habe sich dieser Wert nahezu halbiert auf 37,0 Prozent.

In Deutschland lebende Menschen mit Migrationshintergrund bevorzugen nicht mehr mehrheitlich die Parteien links von der Mitte. Bei den Grünen liegt der Anteil bei 14,9 Prozent. Vier Jahre später waren es bereits 10,2 Prozent - Tendenz steigend.

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