Bremsenhersteller Knorr-Bremse - Börsengang könnte bis zu 4,2 Milliarden Euro bringen

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Seit gut einem Jahr war ein Börsengang bei dem Bremsenspezialisten immer wieder im Gespräch. Knorr-Bremse stellt Bremsen für Züge und Lkw her. Die bis zu 48,4 Millionen Aktien können von Montag an bis zum 11. Oktober gezeichnet werden. Die Preisspanne liegt zwischen 72 und 87 Euro.

Der Börsengang des Bremsenherstellers Knorr-Bremse soll der Eigentümerfamilie Thiele bis zu 4,2 Milliarden Euro einbringen. Damit könnte Knorr-Bremse sogar noch vor der Medizintechniksparte von Siemens (Healthineers) den größten Börsengang des Jahres in Deutschland hinlegen. Thiele, der als Sachbearbeiter in dem Unternehmen begonnen und 1985 die Mehrheit erworben hatte, bereitet mit dem Börsengang seine Nachfolge vor. Deller und seine Vorstandskollegen werden dabei selbst zu Aktionären. Insgesamt strebe Knorr-Bremse eine Bewertung von 16 Milliarden Euro an. Am oberen Ende würde das Unternehmen an der Börse mit 14 Mrd. Mindestens 70 Prozent der Anteile bleiben im Besitz von Thiele & Co, womit die Familie das Sagen behalten wird.

Knorr-Bremse machte keine Angaben zu den finanziellen Details. Der eigentliche Grund ist Thieles Alter: Der Schritt aufs Parkett soll das Lebenswerk des 77-Jährigen mangels Nachfolger im Familienkreis absichern. Mit seinem Sohn Henrik hatte Thiele senior sich vor drei Jahren überworfen.

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