Einjähriger Bub nach Rottweiler-Biss in Wien gestorben

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Video: Jener Bub, der in Wien-Donaustadt von einem Rottweiler in den Kopf gebissen worden war, ist jetzt im Krankenhaus gestorben.

Wien - Der einjährige Bub, der vor mehr als zwei Wochen in Wien-Donaustadt von einem Rottweiler angegriffen worden ist, ist Donnerstagabend im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen erlegen. Der Hund habe sich von seiner unter Alkoholeinfluss stehenden Besitzerin losgerissen, berichtete die österreichische Nachrichtenagentur APA am Freitag. Das Kind war von dem Rottweiler in den Kopf gebissen worden.

Bisher wurde wegen fahrlässiger Körperverletzung ermittelt, sagte Nina Bussek, Sprecherin der Staatsanwaltschaft Wien.

Über die 48-Jährige wurde ein Tierhalteverbot ausgesprochen. Der 17 Monate alte Bub war von einem Nachbarshund in der Ziegelhofstraße vor den Augen der Großeltern angefallen und schwer verletzt worden. Laut Polizeisprecherin Irina Steirer war sie einer Ladung nicht nachgekommen. Der Bub erlitt schwere Schädelverletzungen. Erst als eine beherzte Zeugin dazwischen gegangen sei, habe die Frau ihren Hund mit der Leine an einen Baum gebunden. Rottweiler stehen auf der Liste der gefährlichen Hunderassen, die Besitzer müssen den Hundeführerschein machen. Vor der Attacke hat es keine Vorfälle mit dem Tier gegeben.

Der Rottweiler wurde mittlerweile eingeschläfert, da er sich auch im Tierquartier aggressiv verhielt. Er habe ein Gefahr für die Tierpfleger dargestellt, eine Weitervermittlung an einen neuen Halter wäre nicht möglich gewesen, hieß es vonseiten der Stadt Wien. Im Gespräch ist derzeit eine 0,5-Promille-Grenze, wie es sie auch für Autofahrer gibt.

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