Facebooks neuster Skandal: Bis zu 90 Millionen Nutzer betroffen

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Facebook hat einen Angriff erlitten, der 50 Millionen Konten betrifft, wie das Unternehmen zugegeben hat. Facebook hat insgesamt mehr als zwei Milliarden monatlich aktive Nutzer.

Facebook wurde von Hackern angegriffen (Symbolbild). (.) Aktuell wissen wir noch nicht, ob auf die Facebook-Informationen von Nutzern zugegriffen wurde. Weitere rund 40 Millionen Nutzer werden sich auf ihren Geräten neu anmelden müssen, allein schon weil sie diese Funktion im vergangenen Jahr benutzt haben. Facebook teilte mit, man könne derzeit weder sagen, woher der Hackerangriff kam noch welches genaue Ausmaß er gehabt habe. Das Passwort müssen sie beim neuen Login nicht ändern. Sicherheitsexperten meinten, dass es nicht schaden würde, wenn sie es dennoch tun. Die Funktion mit der Anzeige des Profils aus anderen Perspektiven sei vorerst vorsichtshalber abgeschaltet worden. Am Dienstagabend dieser Woche sei man dann sicher gewesen, dass eine Attacke laufe und habe die Sicherheitslücke bis Donnerstag gefunden und geschlossen. Das Problem sei am Dienstag entdeckt und am Donnerstagabend behoben worden, sagte Facebook-Chef Mark Zuckerberg. Zuckerberg zufolge war zunächst nicht klar, ob ein Missbrauch von Konten stattgefunden habe. In diesem Zusammenhang ermitteln unter anderem die US-Verbraucherschutzbehörde FTC und die Generalstaatsanwälte von 37 Bundesstaaten. Die Cyberattacke könnte sich auf Apps Dritter - darunter auch die eigene App Instagram - ausgewirkt haben, bestätigte das Unternehmen. Produktmanager Guy Rosen schrieb hingegen in einem Blogeintrag, den Hackern sei es gelungen, auf Nutzerdaten zuzugreifen. Weder Passwörter noch Kreditkarteninformationen seien gestohlen worden.

Mit Facebook-Daten auf anderen Seiten einloggen?

Von Facebook heißt es dazu: "Wir haben umgehend Maßnahmen ergriffen, um die betroffenen Konten zu schützen und die Nutzer über die Ereignisse zu informieren". Die Daten von rund 87 Millionen Nutzern des Onlinenetzwerks waren bei der britischen Firma Cambridge Analytica gelandet und sollen unerlaubt für den Wahlkampf des heutigen US-Präsidenten Donald Trump genutzt worden sein. Wie eine Untersuchung des Kongresses anschließend herausfand, schalteten Agenten aus Russland und anderen Ländern seit mindestens 2016 irreführende politische Werbung auf der Plattform.

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