Senator erzwingt FBI-Untersuchung im Fall Kavanaugh

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Trump stärkte ihm den Rücken und erklärte, an ihm festhalten zu wollen. Am Samstag hat er ihn gelobt.

Einzelne republikanische Senatoren haben zu erkennen gegeben, dass ihnen die Missbrauchsvorwürfe zu denken geben, ob Kavanaugh der richtige Kandidat für einen der einflussreichsten Richterposten des Landes ist. Es klingt fast überrascht.

Während in Washington seit Tagen unterschiedliche Organisationen gegen die Ernennung Kavanaughs protestieren, sorgte eine enge Beraterin von US-Präsident Donald Trump, Kellyanne Conway, mit einem CNN-Interview für Aufsehen: "Ich habe ehrlich gesagt viel Mitgefühl für Opfer sexueller Nötigung, sexueller Belästigung und Vergewaltigung", sagte Conway. Sie wollten nur blockieren und zerstören. Er werde für Kavanaugh stimmen, hieß es am Schluss seiner Mitteilung. Sie bezichtigt Kavanaugh, er habe versucht, sie während einer Schülerparty in den 80er Jahren zu vergewaltigen. Er fügte später allerdings hinzu, die Befragungen sollten sich in einem "angemessenen Rahmen" halten.

US-Präsident Donald Trump schließt eine Abkehr von seinem umstrittenen Richterkandidaten Brett Kavanaugh nicht mehr aus. Am Freitag schlug sich schließlich der einflussreiche republikanische Senator Jeff Flake auf die Seite der Demokraten.

Umfragen zufolge könnten Trumps Republikaner die Mehrheit im Senat verlieren. Trump sagte am Montag, die Untersuchung der Ermittler habe am Freitag begonnen.

Legende: "Das ist ein Zirkus", sagte Brett Kavanaugh vor dem Justizausschuss des Senats aus.

Christine Blasey Ford begrüßte eine FBI-Untersuchung der Vorwürfe. Zuvor hatte der zuständige Justiz-Ausschuss des Senats dafür votiert, Kavanaughs Nominierung an die ganze Kammer zu verweisen.

Richter Kavanaugh hatte in einer emotionsgeladenen und tränenreichen Anhörung vor dem Justizausschuss des US-Senats allen Vorwürfen von sexuellen Attacken auf Frauen unter Eid widersprochen. Während einer Studentenparty an der Elite-Universität Yale in den 80er Jahren habe er ihr sein Geschlechtsteil ins Gesicht gedrückt. Eine dritte Zeugin, Julie Swetnick, sei bisher nicht von FBI kontaktiert worden, teilte ihr Anwalt mit. Sie behauptet, an einer Party in Anwesenheit von Kavanaugh vergewaltigt worden zu sein. Es sei nicht richtig, dass Ramirez befragt werde und seine Mandantin nicht. Trump nehme Einfluss auf die Ermittlungen. Was das FBI in dieser kurzen Zeit herausfinden kann, ist aber völlig schleierhaft. Außerdem sollen bestimmte Aussagen von Ford nicht überprüft werden sollen. Unter den Wartenden seien auch Brett Kavanaugh und sein Jugendfreund Mark Judge gewesen. Die 51-Jährige Psychologieprofessorin räumt darin ein, dass sie sich nicht mehr an jede Einzelheit des mehr als dreieinhalb Jahrzehnte zurückliegenden Vorfalls erinnern könne.

Trump trat offenbar ohne eine detaillierte Vorbereitung vor die Presse und beschrieb die unterschiedlichsten Szenarien: Mal strich er die Verdienste von Kavanaugh heraus und betonte, dass seine Berufung überaus wahrscheinlich sei.

Der Präsident gibt sich derweil weiterhin überzeugt, dass sein Kandidat vom Senat ernannt wird.

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