Berlin testet "Solidarisches Grundeinkommen" für Arbeitslose

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► Statt in Hartz IV abzurutschen, will Berlin ihnen in Zukunft ein "solidarisches Grundeinkommen" bieten, das sich am Landesmindestlohn orientiert. Laut einem Bericht haben sich die zuständigen Senatsverwaltungen darauf geeinigt.

Im kommenden Jahr will der Berliner Senat das "Solidarische Grundeinkommen" starten.

Der Berliner Senat testet im kommenden Jahr das solidarische Grundeinkommen (Symbolbild).

1000 solcher geförderter Arbeitsplätze sollen entstehen. Die Idee: Arbeitslose sollen bei Landesunternehmen, Bezirksämtern oder anderen öffentlichen Einrichtungen sozialversicherungspflichtig und dauerhaft angestellt werden. Für das Ausüben dieser erhalten sie das solidarische Grundeinkommen. Die Entlohnung soll dabei nach Tarif erfolgen. Der soll auf 10,50 Euro angehoben werden.

Der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) hatte sein Konzept vor einem Jahr in einem Beitrag für den Tagesspiegel vorgestellt.

Mögliche Beschäftigungen können laut einer Liste des Senats die Arbeit beispielsweise als Integrationslotse, als Begleitservice bei S- und U-Bahn, als Unterstützung von älteren Menschen im Haushalt, als Concierge bei landeseigenen Wohnungsgesellschaften oder auch als Assistenz in Kitas und Schulhorten sein. Auch Jobs als sogenannte Kiez-Guides für Touristen seien möglich, hieß es weiter.

Demnach soll die Einführung des Grundeinkommens als Alternative zum Arbeitslosengeld II (ALG II) im 2. Quartal 2019 kommen.

Jetzt muss eigentlich nur noch die Finanzierung mit dem Bund geklärt werden, der einen Großteil der Kosten übernehmen soll.

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