Lira-Krise in der Türkei: Inflation steigt auf mehr als 24 Prozent

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Am gestrigen Mittwoch wurde die offizielle Inflationsrate der Türkei für den Monat September bekanntgegeben. Die Konsumentenpreise sind demnach gegenüber Vorjahr um 24,52 Prozent angestiegen. Allein von August auf September erhöhten sich die Lebenshaltungskosten um 6,3 Prozent. Dies ist die höchste Teuerungsrate seit Juni 2003 und übertrifft die Befürchtungen von Analysten.

Die Transportpreise stiegen laut Tüik um 36,61 Prozent, Preise auf Lebensmittel und nicht-alkoholische Getränke um 27,7 Prozent. Präsident Erdogan heizte den Kursverfall sogar noch weiter an.

Die türkische Lira verlor nach der Veröffentlichung der Zahlen sowohl im Verhältnis zum US-Dollar als auch zum Euro über ein Prozent an Wert, erholte sich im Anschluss aber wieder etwas.

Die Lira-Krise treibt die Inflation in der Türkei weiter in die Höhe. Mitte September hob die türkische Notenbank trotz gegenteiliger Wünsche von Staatschef Recep Tayyip Erdogan den Leitzins stark an, um gegen die hohe Teuerung und die Lira-Schwäche anzukämpfen. Allerdings nannte er zunächst keine konkreten Maßnahmen, wie er dieses Ziel erreichen möchte.

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