Altersbezüge - Immer mehr Rentner leben im Ausland

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Immer mehr Rentner mit Altersbezügen aus der gesetzlichen Rentenkasse leben im Ausland.

Das berichtet die "Saarbrücker Zeitung" (Samstagsausgabe) unter Berufung auf eine aktuelle Datenübersicht der Deutschen Rentenversicherung Bund.

Der Grund des starken Anstiegs sind aber nicht in erster Linie deutsche Senioren, die sich etwa an den Ballermann abgesetzt haben.

Allerdings ist nicht der sonnige Süden die erste Adresse für deutsche Rentner, sondern die Schweiz: Dorthin wurde mit gut 26.000 Renten der höchste Anteil überwiesen.

Einen Großteil der Renten lassen sich ausländische Arbeitnehmer ausbezahlen - aber auch einige Deutsche wechseln ihren Lebensmittelpunkt nach Ende ihrer Erwerbstätigkeit offenbar ins Ausland: Etwa jede siebte Rente, die ins Ausland geht, wird demnach an Deutsche ausgezahlt. Kurz dahinter folgen die USA und Österreich mit jeweils rund 24.300 Rentenzahlungen. Insgesamt zahlt die Deutsche Rentenversicherung derzeit Renten in über 150 Länder. Eingerechnet seien neben den Altersrenten etwa auch Witwen- und Erwerbsminderungsrenten, da viele Senioren Anspruch auf mehrere Rentenarten hätten.

Die Rentenzahlungen gehen deshalb vor allem auf Konten in Italien, Spanien, Griechenland, das ehemalige Jugoslawien und der Türkei.

Wie die Rentenversicherung mitteilte, liegt der Anstieg der Rentenzahlungen ins Ausland "zu einem großen Teil" daran, dass frühere Gastarbeiter, die in den sechziger und siebziger Jahren nach Deutschland kamen, jetzt in Rente gegangen sind und ihren Lebensabend wieder in ihrer Heimat verbringen wollten. 2015 waren es noch 4,88 Millionen und 2006 3,16 Millionen.

Von den ausländischen Versicherten mit EU-Staatsbürgerschaften zahlten den DRV-Angaben zufolge mehr 90 Prozent Beiträge. "Dies wirkt sich positiv auf die Einnahmesituation in der gesetzlichen Rentenversicherung aus", zitierten die RND-Zeitungen einen Sprecher der Rentenversicherung.

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