Räumung im Hambacher Forst fortgesetzt - Widerstand ebenso

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Vergangene Woche hatte ein Unbekannter in einem Drohvideo angekündigt, die Server anzugreifen, bis ein wirtschaftlicher Schaden entstehe, sollte RWE "nicht die Rodung des Hambacher Forstes einstellen".

Am Montag im Hambacher Forst: Eine Anti-Kohle-Aktivistin wird abgeführt.

Der Energiekonzern RWE untersuchte derweil eine Cyber-Attacke, die die Internetseite der Firma am Montag lahmgelegt hatte.

Grünen-Chefin Annalena Baerbock sagte der Deutschen Presseagentur, Union und SPD hätten nichts erreicht, obwohl sich die Bundesregierung ingesamt fünf Mal mit der RWE-Spitze getroffen habe, um über die Frage eines Moratoriums für Rodungen während der Arbeit der Kohlekommission zu sprechen.

Die Räumung der Gedenkstätte für den tödlich verunglücken Journalisten lief ruhig und friedlich ab, wie ein dpa-Reporter berichtete. Der 27 Jahre alte Journalist war am Mittwoch durch die Bretter einer Hängebrücke zwischen zwei Baumhäusern gebrochen und gestorben. Bislang seien 53 Baumhäuser von Rodungsgegnern abgebaut worden, wie die Polizei Aachen mitteilte. Er starb noch am Unglücksort. Etwa 20 Baumhäuser gebe es noch. Vor mehr als einer Woche hatten die Behörden begonnen, die im Wald von Aktivisten besetzten Baumhäuser zu räumen. Danach könnte der Tagebau - anders als von RWE dargestellt - noch bis Herbst 2019 weiterbetrieben werden, ohne das angrenzende Waldgebiet zu roden, heißt es in der Stellungnahme. "Jetzt darf Deutschland das Rheinische Revier nicht hängen lassen", sagte der NRW-Minister.

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