Türkei - Erdogan: Türkei braucht keine McKinsey-Beratung

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Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan lehnt trotz der Währungskrise in seinem Land eine Zusammenarbeit mit der Unternehmensberatung McKinsey ab.

Eine Zusammenarbeit mit der Unternehmungsberatung McKinsey? Medienberichten zufolge hatte sich Erdogans Schwiegersohn und Finanzminister Berat Albayrak dafür ausgesprochen.

Istanbul."Ich habe zu allen meinen Ministerfreunden gesagt: "Du wirst von ihnen keine intellektuelle Beratung erhalten". Das ist nicht nötig.

"Wir werden unser Volk nicht der Gnade von Opportunisten ausliefern", sagte er heute in Ankara vor Mitgliedern seiner regierenden islamisch-konservativen Partei AKP. Auch die Oppositionspartei CHP hatte das Vorhaben zuvor kritisiert.

Albayrak hatte angekündigt, die Inflation bis 2021 schrittweise auf 6 Prozent senken zu wollen. Die Türkei werde die notwendigen Strafen innerhalb der Regeln des freien Marktes verhängen.

Die im Ausland hoch verschuldete Türkei steckt seit geraumer Zeit in schwerwiegenden Finanz- und Währungsproblemen. Die Lira hat gegenüber dem Dollar seit Jahresbeginn rund 40 Prozent an Wert verloren, wodurch Importe deutlich teurer wurden. Zu einer der Ursachen zählt auch der politische Streit mit den USA wegen der Inhaftierung eines christlichen Pastors und den amerikanischen Sanktionen gegen die Türkei.

Der Verfall der Landeswährung hat die Inflationsrate auf den höchsten Stand seit 15 Jahren getrieben.

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