IWF: Donald Trump schadet Weltwirtschaft - auch Deutschland!

Einstellen Kommentar Drucken

So nahm der Internationale Währungsfonds (IWF) am Dienstag seine eigene April-Prognose zurück.

Angesichts wachsender internationaler Unsicherheit durch Handelskonflikte sowie der schwierigen Suche nach Arbeitskräften hatten Ende September bereits die führenden deutschen Wirtschaftsforscher ihre Konjunkturerwartungen zurückgeschraubt: Sie gehen in ihrer Herbstprognose für 2018 nun von einem Wachstum von 1,7 Prozent aus - 0,5 Punkte weniger als noch im Frühjahr.

Für die Bundesrepublik sagt der IWF in seiner aktuellen Prognose ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 1,6 Prozent sowohl in diesem als auch im kommenden Jahr voraus. Der Handelskrieg zwischen den beiden weltgrößten Volkswirtschaften USA und China sowie die Androhung von US-Zöllen auf Autos und Autoteile insgesamt könnte etablierte Lieferketten unterbrechen. Vor allem dann, wenn es zu Vergeltungsmaßnahmen kommt, so Obstfeld. Der IWF habe deswegen auch die US-Prognose bereits für 2019 angepasst. Auch für die Eurozone wurde die Voraussage im Vergleich zum April dieses Jahres um 0,1 Punkte nach unten korrigiert. Weniger optimistisch ist der IMF auch für China, wenngleich das Reich der Mitte mit einem Wachstum über sechs Prozent weiterhin boomt.

In Ländern wie Brasilien zeige sich, welcher Druck durch hohe öffentliche Schulden und gleichzeitig grosse staatliche Ausgabeverpflichtungen, etwa bei Renten, entstehen könne.

Das weltweite Wirtschaftswachstums für die Jahre 2018 und 2019 werde sich gemäss den Spezialisten von zunächst 3,9 Prozent leicht auf das Niveau des Vorjahres von 3,7 Prozent abschwächen. Die türkische Wirtschaft bleibe "höchst anfällig" für geopolitische Risiken oder plötzliche Veränderungen von Kapitalströmen, erklärte der IWF. Der IWF rechnet mit einem Wachstum von jeweils 1,9 Prozent in diesem und im kommenden Jahr - 0,3 bzw.

Der venezolanischen Wirtschaft bescheinigt der IWF praktisch den totalen Kaufkraftverlust. Für das nächste Jahr prognostiziert der IWF gar Preisanstiege von zehn Millionen Prozent.

Das Plus des Bruttoinlandprodukts (BIP) soll heuer real 2,8 Prozent betragen, geht aus dem neuen World Economic Outlook des IWF von heute hervor.

"Eine Übereinkunft irgendeiner Art ist sicher im Interesse der Verhandlungsparteien", sagte Obstfeld.

Comments