Nicht nur Risikogruppen impfen: Mediziner empfiehlt Grippeimpfung für alle

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Trotzdem lassen sich auch Menschen mit einem hohen Risiko zu selten impfen, zeigt eine aktuelle Umfrage. Oberbürgermeister Thomas Geisel ist am Donnerstag, 11. Oktober, mit gutem Beispiel vorangegangen: Vor der Ratssitzung hat er sich bei einer Impfaktion der AOK Rheinland/Hamburg gegen die Grippe piksen lassen. "Eine echte Grippe ist keine einfache Erkältung, sondern eine ernstzunehmende Erkrankung".

Gesundheitsexperten zufolge lassen sich zu wenige Menschen in Deutschland gegen Grippe impfen: Laut einer Mitteilung des UKM lediglich 30 bis 40 Prozent der Bevölkerung.

Laut des bayerischen Gesundheitsministeriums sind in der vergangenen Grippesaison 2017/2018 knapp 44.000 Influenza-Fälle gemeldet worden.Das sind so viele Erkrankte wie noch nie seit Beginn der Meldepflicht Anfang der 2000er-Jahre. Die Ständige Impfkommission (STIKO) des Robert-Koch-Instituts empfiehlt die Grippeimpfung vor allem für Risikogruppen. Ihre Krankheitsverläufe sind sehr viel milder, dadurch können auch Klinikeinweisungen und Folgeschäden vermieden werden. "Wir brauchen Überzeugungstäter, um die Krankheit, die uns in den westlichen Breitengraden am meisten in Schach hält, eindämmen zu können". Besonders wichtig ist eine Impfung für Menschen über 60 Jahre, für Schwangere ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel, für Menschen mit einer Vorerkrankung oder einem geschwächten Immunsystem, für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Alten- oder Pflegeheimen und für Personen mit einem erhöhten Ansteckungsrisiko wie beispielsweise medizinisches Fachpersonal. "Mit der Impfung schützt man nicht nur sich selbst, sondern auch andere".

Bisher wurden jeweils drei der erwarteten Virusvarianten in den Standard-Impfstoff aufgenommen, ein Vierfach-Stoff aber nicht von den Kassen erstattet. Es stehen rund 150 Einheiten gegen die saisonale Grippe zur Verfügung.

Ein kleiner Piks, schon ist es geschafft: Eine Impfung gilt als bester Schutz gegen gefährliche Grippeviren. Doch bei der Grippewelle 2019 ist mit einer weit höheren Wirksamkeit der Schutzimpfung zu rechnen als in der vergangenen Saison. "Dieses Jahr erhalten alle den hochwertigen Impfstoff und die Hersteller konnten dementsprechend produzieren", erläutert Ludwig. Den Angaben zufolge ist nach zwei Wochen der Impfschutz vollständig vorhanden.

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