Klima-Ziele der EU: VW-Chef Diess warnt vor großem Stellenabbau

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Die Transformation in der Geschwindigkeit und mit den Auswirkungen sei kaum zu managen, so Diess weiter.

Die EU-Umweltminister hatten am späten Dienstagabend eine Einigung bei der Senkung des CO2-Ausstoßes für Autos und Lieferwagen erzielt.

Dann müssten in gut zehn Jahren "etwa ein Viertel der Jobs in unseren Werken wegfallen", insgesamt etwa 100.000 Stellen, sagte Diess. Vorgesehen ist nun, dass die Emissionen von Pkw bis 2030 um 35 Prozent im Vergleich zu den Werten von 2021 gesenkt werden. Der Konzern übt sich in gewohnten Drohgebärden. Er warnte davon, die Autobranche mit zu strengen Grenzwerten zu überfordern: "So eine Industrie kann schneller abstürzen, als viele glauben wollen".

VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh hatte sich gegen neue Grenzwerte ausgesprochen. Sollte sich das EU-Parlament mit einer Kohlendioxid-Reduzierung um 40 Prozent durchsetzen, müsste 2030 bereits die Hälfte der Fahrzeuge rein elektrisch fahren. Bei der Produktion einer Batterie mit Kohlestrom entstünden fünf Tonnen Kohlendioxid (CO2).

Statt die EU-Pläne zu den CO2-Vorgaben für die Autoindustrie zu kritisieren, sollte VW-Chef Diess lieber um- und in die Zukunft gewandt denken, kommentiert Ann-Katrin Johannsmann. Als vertretbar nannte Diess eine Verschärfung der Klimaziele um maximal 30 Prozent. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) rechnet nicht mehr mit gravierenden Änderungen.

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