Tödlicher Krankheitserreger: Bereits 100 vom Labor bestätigte Ebola-Tote im Ost-Kongo

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Tedros Adhanom Ghebreyesus, Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO), hat den Krisenausschuss wegen der zahlreichen Ebola-Fälle im Kongo einberufen. Das Komitee soll demnach entscheiden, ob eine Notlage von internationaler Tragweite vorliegt.

Nach Angaben des kongolesischen Gesundheitsministeriums erkrankten in der vergangenen Woche 33 Menschen neu an Ebola, 24 von ihnen seien gestorben. Bei den Opfern sei das gefährliche Virus mit Labortests nachgewiesen worden, erklärte das kongolesische Gesundheitsministerium am Sonntagabend. Insgesamt 211 Menschen hätten sich aller Wahrscheinlichkeit nach seit Beginn der Epidemie Ende Juli mit dem hämorrhagischen Fieber angesteckt. 55 Patienten konnten laut dem Ministerium bislang wieder geheilt werden.

Der jetzige Ausbruch ist bereits die zehnte Epidemie im Kongo, seit Ebola dort in den 1970er Jahren entdeckt wurde. Die neue Epidemie betrifft allerdings eine Großstadt und ein Gebiet mit problematischer Sicherheitslage. Das Virus zählt zu den gefährlichsten Krankheitserregern der Welt. Bei einem Ausbruch von Ebola in den westafrikanischen Ländern Sierra Leone, Liberia und Guinea kamen zwischen 2013 und 2016 mindestens 11.300 Menschen ums Leben.

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