Lebensmittelwarnung: Erdbeeren mit Hepatitis A infiziert

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Bisher sind Infizierungen in Schweden und Österreich bekannt.

Am Schlimmsten getroffen hat es jedoch Österreich: Dort wurden 90 Restaurants und Kaffeehäuser beliefert, von denen sechs mit Hepatitis-A-Erkrankungen in Verbindung gebracht werden konnten. "In kombinierten epidemiologischen und mikrobiologischen Untersuchungen wurden importierte gefrorene Erdbeeren, die in Polen produziert wurden, als Quelle des Ausbruchs identifiziert", heißt es in der Zeitschrift.

Laut der Agentur für Ernährungssicherheit (AGES) wurden von der Referenzzentrale für Hepatitis A (Zentrum für Virologie, Medizinische Universität Wien) seit Juli 2018 insgesamt 15 Fälle mit diesem neuen Genotyp nachgewiesen (Stand 10. Oktober 2018).

Bei einem Hepatitis-A-Ausbruch wurden in Österreich acht männliche und sechs weibliche Personen im Alter zwischen 5 und 70 Jahren infiziert.

Die infizierte Ware ist über einen Großhändler aus Österreich zu 13 weiteren Händlern in verschiedenen europäischen Ländern exportiert worden.

Die Erdbeeren wurden in den betroffenen Fällen kalt in Smoothies, Desserts und Saftbars verwendet. Unter anderem nach Italien und in die Slowakei. In Österreich waren beispielsweise acht Fälle auf Erdbeereis mit den Ingredienzien aus Polen zurückzuführen. Gleichzeitig wurden die Hepatitis-Viren genetisch sequenziert. Analysen haben ergeben, dass eine Mehrzahl der Erkrankten Erdbeeren konsumiert hatte. In Erdbeeren aus Polen wurde jüngst der Erregervirus Hepatitis A entdeckt.Wie das österreichische Portal "krone.at" schreibt, kam es in Schweden und Österreich zuletzt zu einer Reihe von Hepatitis-A-Erkrankungen.

Abnehmer der Großhändler wurden zudem aufgefordert, die Erdbeeren vor dem Verzehr zu erhitzen, damit die Keime absterben.

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