Bundesfinanzminister - Scholz hält zwölf Euro Mindestlohn für "angemessen"

Einstellen Kommentar Drucken

Auch die Organspende ist Thema. "Ich finde, dass zwölf Euro Mindestlohn angemessen sind", schreibt der SPD-Politiker in einem Gastbeitrag für die "Bild"-Zeitung".

Derzeit liegt der Mindestlohn bei 8,84 Euro. Er soll nach den Empfehlungen der Mindestlohnkommission im kommenden Jahr auf 9,19 Euro und ab 2020 auf 9,35 Euro pro Stunde steigen.

Nach ähnlichen Forderungen von Parteikollegen hat sich auch Bundesfinanzminister Olaf Scholz offen für einen höheren Mindestlohn gezeigt. Die deutschen Unternehmen sollten nicht am Lohn sparen, mahnte der Vizekanzler - und erntet in der Forderung Zuspruch von seiner Partei der SPD. Die Linke hält den Mindestlohn seit jeher für zu niedrig und fordert ebenfalls mindestens zwölf Euro pro Stunde. Er halte das für angemessen, sagte der ehemalige SPD-Fraktionschef im Bundestag. Das Bundeskabinett will an diesem Mittwoch eine entsprechende Verordnung beschließen. Parteichefin Andrea Nahles und Juso-Chef Kevin Kühnert hatten sich schon früher entsprechend geäußert.

Die SPD nähert sich damit den Forderungen der Linken an, die einen Stundenlohn von mindestens zwölf Euro verlangt.

Das Kabinett befasst sich heute außerdem mit Neuregelungen für Kliniken, um die Zahl der Organtransplantationen in Deutschland zu erhöhen. Außerdem soll die Position der Transplantationsbeauftragten in den Krankenhäusern gestärkt werden. Rund 10.000 Menschen warten nach Angaben von Medizinern auf ein Spenderorgan.

Comments