Briten wollen Brexit-Münze prägen lassen

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Außerdem sollen beispielsweise der Verteidigungsbereich, die Schulen und der Straßenbau mehr unterstützt werden. Wie die Zeitung berichtet, sollen Umsätze, die auf britischen Boden erzielt werden, mit zwei Prozent versteuert werden. Start ups seien davon ausgenommen. Das Finanzministerium verspricht sich davon Einnahmen von 400 Millionen Pfund (knapp 450 Millionen Euro) pro Jahr.

Abgestimmt wird über den Haushaltsentwurf des Schatzkanzlers im Unterhaus des britischen Parlamentes aller Voraussicht nach am Donnerstag. DUP-Abgeordnete kündigten an, im Zweifel den Haushalt der Regierung durchfallen zu lassen. Sie kommen in einer Zeit, in der Großbritannien nach dem geplanten Brexit neue Handelsabkommen mit den USA schließen will. Premierministerin Theresa May regiert nur mit hauchdünner Mehrheit und ist dabei auf die DUP angewiesen. Die Münze löste viel Häme in sozialen Netzwerken aus.

Bei der Präsentation des letzten Haushaltsentwurfs vor dem Brexit im kommenden Jahr äußerte sich Hammond optimistisch über die künftige Wirtschaftsleistung seines Landes: 2019, dem Jahr des Ausstiegs, werde das Bruttoinlandsprodukt voraussichtlich um 1,6 Prozent zulegen, sagte er. Das Land müsste dann "in eine andere Richtung gehen" und "fiskale Puffer" einbauen, sagte Hammond der BBC.

Großbritannien will nach seinem Austritt aus der EU eine Digitalsteuer für Internetkonzerne einführen. Teile der Opposition deuteten dies als neuen Hinweis darauf, dass die regierenden Konservativen Großbritannien in ein Steuerparadies verwandeln wollten. Ein Argument vieler Briten für den Brexit ist, dass Großbritannien viel zu viel Geld an die EU zahle und zu wenig zurückerhalte. Befürchtet wird, dass der brüchige Frieden in der ehemaligen Bürgerkriegsregion zerbrechen könnte, sollten an der Grenze wieder Schlagbäume runtergehen.

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