Anti-US Demonstrationen in Iran vor Sanktionsbeginn

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Iranische Studenten hatten die Botschaft in Teheran im November 1979 besetzt, um damit gegen die Aufnahme des gestürzten Schahs Reza Pahlavi in den USA zu demonstrieren.

Zehntausende von Iranern haben am Sonntag landesweit bei staatlich organisierten Kundgebungen gegen die USA demonstriert. Die Proteste waren ursprünglich zum Jahrestag der Besetzung der US-Botschaft in Teheran 1979 durch radikale iranische Studenten gedacht, standen aber auch unter dem Eindruck der ab morgen angekündigten schweren Wirtschaftssanktionen der USA gegen den Iran.

In Teheran kamen die Demonstranten am Sonntag vor dem Gebäude der früheren amerikanischen Botschaft zusammen.

Dabei präzisierte er aber nicht, wer weiter Öl aus dem Iran importieren darf, ohne sich vor Strafmaßnahmen der USA fürchten zu müssen. Diese wurden erst nach 444 Tagen befreit. Das Botschaftsgelände ist heute ein Kulturzentrum.

Die Demonstrationen dieses Jahr wurden überschattet von den am Montag in Kraft tretenden schweren Wirtschaftssanktionen der USA.

Der "Wirtschaftskrieg" Washingtons sei ein neuer Versuch, die islamische Republik zu stürzen, rief der Kommandeur der iranischen Revolutionsgarden, Mohammed Ali Dschafari, den Demonstranten in Teheran zu.

Die USA setzen am Montag alte Sanktionen gegen den Iran wieder in Kraft, die sich vor allem gegen die iranische Ölbranche richten und Strafen für internationale Unternehmen vorsehen, die die Sanktionen unterlaufen.

Die US-Regierung hat am Freitag Ausnahmeregelungen für die neuen Iran-Sanktionen verkündet, die am kommenden Montag in Kraft treten sollen.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 04. November 2018 um 12:00 Uhr in den Nachrichten.

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