Bus mit koptischen Pilgern in Ägypten beschossen - mindestens sieben Tote

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Der Erzbischof sprach von 14 Toten und 14 Verletzten, während die amtliche Nachrichtenagentur MENA die Zahl der Verletzten mit sieben bezifferte. Der Bus sei auf dem Weg zu einem Kloster gewesen.

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat sich zu dem Angriff auf einen Bus in Ägypten bekannt, bei dem mindestens sieben koptische Christen getötet und zahlreiche weitere verletzt wurden. Videos des Nachrichtensenders Al-Arabiya zeigten die zerschossenen Fenster des Kleinbusses und mehrere mutmaßliche Opfer, die sich noch auf ihren Sitzen befanden. Nach Angaben des ägyptischen Innenministeriums habe eine Gruppe Terroristen den Bus angehalten und das Feuer auf die koptischen Christen eröffnet. Damals starben 29 Menschen, 22 wurden verletzt. Das ägyptische Militär griff daraufhin Ziele in Libyen an.

Eine Sprecherin der EU-Außenbeauftragten Federica Mogherini äußerte sich bestürzt angesichts des neuerlichen Zwischenfalls. Der Anschlag ereignete sich einen Tag vor der Eröffnung eines internationalen Jugendforums auf der Sinai-Halbinsel im Norden Ägyptens. Ägyptens Präsident Abdel Fattah al-Sisi erklärte in einer ersten Reaktion, man werde die Täter unnachgiebig verfolgen und im Kampf gegen militanten Islamisten nicht nachlassen. Immer wieder kommt es zu Anschlägen. Nach Schätzungen sind rund zehn Prozent der etwa 100 Millionen Ägypter Christen.

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