Familie von verstorbenem Grunge-Sänger verklagt Arzt

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Der Tod des Soundgarden-Musikers Chris Cornell ließ 2017 Musikfans weltweit trauern. Cornell hatte sich im Mai 2017 nach einem Konzert in Detroit das Leben genommen. Chris Cornell hatte zeitlebens mit Depressionen und Drogenkonsum gekämpft. Darin werfe sie ihm vor, Schuld am Tod von Cornell gewesen zu sein, berichtete der Sender CNN. Die Klage sei am Donnerstag (Ortszeit) an einem Gericht in Los Angeles eingereicht worden.

Nun werfe die Familie Cornells Arzt vor, er habe dem Sänger "fahrlässig und wiederholt" gefährliche und bewusstseinsverändernde Medikamente verschrieben, zitierte CNN aus der Anklage. Sie fordern einen nicht näher bezifferten Schadenersatz. Diese hätten Cornells Urteilsvermögen beeinträchtigt und ihn zu "gefährlichem und impulsivem Verhalten" angetrieben, "das er nicht kontrollieren konnte und das ihn das Leben gekostet hat", heißt es in der Klageschrift. Auch soll Cornell nicht über die Nebenwirkungen und Folgen der Substanzen aufgeklärt worden sein. Es habe keine Hinweise darauf gegeben, dass er sich das Leben nehmen wollte. In Cornells Blut hatten die Ermittler bei der Obduktion neben Ativan auch Spuren von Schlafmittel, Koffein, dem Anti-Opioid Naloxon und einem abschwellenden Mittel gefunden.

Koblin war für eine Stellungnahme zu den Vorwürfen zunächst nicht zu erreichen.

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