Kunst: Mann stolpert über Keramik-Penis: Kunstwerk zerstört

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Als sich ein Besucher die Erklärung zu dem Kunstwerk durchlesen wollte, stolperte er plötzlich gegen einen der Prengel, wodurch er zu Boden ging und am oberen Ende zerbrach.

Allerdings können nicht alle Beteiligten darüber zwanglos lachen.

Für die Künstlerin ist der Unfall Drama und Vorteil zugleich, denn jetzt erhält ihr Kunstwerk natürlich viel Aufmerksamkeit - mehrere Medien haben schon darüber berichtet.

Die zerstörte Penis-Skulptur "I am not a Toy" der Künstlerin Anna Maria Bieniek im Kunstpalais Erlangen. Andererseits sagt sie inzwischen auch: "Stopp Leute, es geht eigentlich um ein Kunstwerk". Der Mann habe sich danach entsetzt an seine Begleiterinnen gewandt und gesagt: "Ich hab den Penis kaputt gemacht".

Zuerst habe sie sich spontan gedacht: "Ich bin kein Banksy". Auch der Mann, der über den Penis gestolpert sei, habe das nicht absichtlich gemacht.

Sie sei aufgrund des Vorfalls mit vielen Männern ins Gespräch gekommen, sagte Bieniek. Ironischerweise entstand das Kunstwerk aufgrund einer "kleinen Wut" auf Männer, denn nach Ansicht der Künstlerin hat deren Sexualtrieb zu große Macht über sie. "Manche können damit nicht umgehen", sagte die 39-Jährige. Der Unfall habe sie allerdings auch auf neue Ideen für Kunstwerke gebracht. Ihre Lebenseinstellung sei ohnehin: Nichts passiert umsonst.

"Ich werde daraus kein Drama machen, es gibt Schlimmeres". Sie hoffe nun einfach, dass man es mit der Versicherung des Mannes klären könne und sie eine Entschädigung bekomme. Gleichzeitig wünschte sie sich aber, dass das Werk in der Form "perfekt" bleibe - darum hat sie sich mittlerweile, doch dazu entschlossen, den Penis etwas zu reparieren. Das Kunstwerk ist weiterhin in Erlangen zu sehen.

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