Pazifikstaat Palau: Verbot für umweltschädliche Sonnencremes

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Die Inselgruppe Palau, die sich im westlichen Pazifik befindet und vor allem bei Urlaubern äußerst beliebt ist, plant Touristen bestimmten Sonnenschutz komplett zu untersagen. Präsident Thomas Remengesau bestätigte ein entsprechendes Gesetz, das das Parlament bereits verabschiedet hat.

Hawaii hatte bereits im Frühjahr ein Verbot von "Korallengift-Sonnencremes" erlassen, das 2021 in Kraft treten soll.

Die bunte Unterwasserwelt des Pazifikstaats Palau ist besonders bei Schnorchel- und Tauchtouristen beliebt. Wer trotzdem damit handelt, muss mit umgerechnet bis zu 875 Euro Strafe rechnen. Der Gebrauch an sich soll vorerst straffrei bleiben, da ein "vernünftiges Gleichgewicht zwischen der Erziehung und der Abschreckung von Touristen" gehalten werden solle. Der Staat besteht aus mehr als 350 Inseln, hat aber nur etwa 20'000 Einwohner. Pro Jahr kommen etwa 100 000 Urlauber, die meisten aus Asien und den USA. Bei der Menge an Badegästen, die Palau jährlich besuchen, sieht die Regierung deshalb die Natur des Inselstaates in Gefahr. Seit einiger Zeit setzt man dort verstärkt auf umweltschonenden Tourismus. Es wäre das erste Verbot dieser Art weltweit. Seit 2017 muss jeder Tourist bei der Einreise zudem das sogenannte "Palau Pledge" unterzeichnen.

Man wolle nicht wie "Thailand, die Philippinen oder Indonesien sein", wo Korallenriffe und Strände wegen des Touristen-Ansturms geschlossen werden mussten. Auch die Sonnencreme-Hersteller sollten bereit sein, nach Alternativen zu den herkömmlichen Chemikalien in ihren Sonnenschutzmitteln zu suchen.

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