Rami Malek: Von "Mr. Robot" zu Freddie Mercury

Einstellen Kommentar Drucken

Mit seiner Band Queen hat Mercury die Rockmusik revolutioniert, Songs wie "Bohemian Rhapsody", "We Are The Champions", "Somebody To Love" oder "We Will Rock You" sind bis heute unvergessene Welthits.

Freddie Mercury war bisexuell, vereinsamte trotz oder wegen seines Erfolges und starb mit 45 Jahren an Aids.

Offiziell begründet wurde das mit einem familiären Notfall, inoffiziell war von Streitigkeiten mit Hauptdarsteller Rami Malek, unentschuldigter Abwesenheit vom Set und neuen Anschuldigungen die Rede. Die letzten Jahre vor Mercurys Tod 1991 infolge seiner HIV-Erkrankung klammert die Filmgeschichte komplett aus.

Sogar viele Kinder, die lange Zeit nach den erfolgreichen Queen-Jahren geboren wurden, sind mit der Musik der Band bestens vertraut.

Entscheidend allerdings ist, was in "Bohemian Rhapsody" nicht zu finden ist. Fast wirkt es so, als hätte man Mercurys Homosexualität am liebsten ganz ausgeblendet.

Wenn man weiß, dass die realen Brian May und Roger Taylor die hauptsächlichen Berater für die Produzenten und Drehbuch-Autor Anthony McCarten waren, erklären sich die Probleme von "Bohemian Rhapsody" sofort.

Der 37-jährige Kalifornier lässt Freddie Mercury auf der Leinwand wieder zum Leben erwachen: Er hat sich den Duktus, die Gestik und Mimik, den traurigen Blick, aber auch die durch Mercurys Körper während der Auftritte pulsierende Energie so selbstverständlich zu eigen gemacht, dass es an einen Skandal grenzen würde, sollte Malek nicht mindestens für den Oscar nominiert werden. Nur dass der Film diese Perspektive nie kenntlich macht. All das macht diesen Film aber nicht weniger gut.

Comments