Rummenigge und Watzke mit Bekenntnis zur Bundesliga — Spiegel-Bericht

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Auch für Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke stehe fest, "dass Borussia Dortmund für keinen Wettbewerb dieses Planeten die Bundesliga verlassen würde".

In dem "Spiegel"-Bericht heißt es unter anderem, dass eine Beraterfirma Real Madrid im Oktober Pläne über eine europäische Super League vorgelegt haben soll". Demnach sei vorgesehen, dass 16 Topklubs, darunter der FC Bayern München und Borussia Dortmund, eine Absichtserklärung im Laufe dieses Monats unterzeichnen. Dazu kämen zunächst Atletico Madrid, Olypique Marseille, AS Rom, Inter Mailand und der BVB als sogenannte "anfängliche Gäste", die aus dieser Gruppe absteigen könnten.

Watzke bestritt, dass die Dortmunder in die Planungen eingebunden seien: "Wir sind da gar nicht involviert", sagte er, dementsprechend sei auch eine derartige Absichtserklärung unbekannt. "Wir stehen total zu unserer Mitgliedschaft in der Bundesliga und analog natürlich auch zur UEFA, die ja die anderen europäischen Wettbewerbe organisiert", sagte Rummenigge am Samstag beim TV-Sender Sky. Wenn ich das nicht täte, würden die Leute fragen: Schlafen die denn?

Ein klares Bekenntnis zur Champions League gab es von Watzke nicht, dass eine Superliga die Königsklasse irgendwann ersetzen könnte, schließt er zumindest nicht aus. "Die Bundesliga ist mittlerweile ein Stück deutsches Kulturgut, und das verlässt du als deutscher Verein nicht". "Wir haben in Deutschland eine sehr soziale Verteilung, die sollte man beibehalten, und nicht permanent versuchen, da querzuschießen. Wir sind gerne in der Bundesliga, wir leben die Bundesliga, aber wir müssen auch das Gefühl haben, dass man uns respektiert".

Damit war wieder einmal angesprochen, worum es bei dem Thema im Kern gilt: Geld. Bayern-Präsident Uli Hoeneß sagte zur Super-Liga: "Das ist eine Falschmeldung". Derzeit schüttet die Uefa insgesamt 2,04 Milliarden Euro an die Teilnehmer aus. Dass die großen Vereine immer überlegen, wie sie mehr Geld verdienen können, ist legitim.

Christian Heidel, Sportvorstand des FC Schalke 04, kann sich die -Bundesliga ohne Bayern München nicht vorstellen. Das sagen die Bundesliga-Macher - und Jürgen Klopp - zu den "Football Leaks"-Berichten des "Spiegel"".

Der Plan einer europäischen Superliga sei "nicht erst seit 2016 Thema", meinte Heidel. "Über die konkreten Dinge, die jetzt im Umlauf sind, weiß ich schon seit vier Wochen Bescheid". "Neuerliche Pläne für eine so genannte Super League. sind dem FC Bayern weder bekannt, noch hat der FC Bayern an Verhandlungen hierzu teilgenommen", schreibt der Verein. Der 59-Jährige mahnte allerdings an, die Stellung, die Vereine wie der BVB und der FC Bayern München sich erarbeitet hätten, auch anzuerkennen. Damit ist das Ganze für mich erledigt. "Es ist nicht das, was ihre Fans sehen wollen". Bezug nehmend auf einen entsprechenden Bericht im "Spiegel" erklärt er: "Wenn die Bayern gehen wollen, dann sollen sie doch gehen". Wenn die Bayern meinen, sie müssten die Liga verlassen, dann sollen sie es machen. "Wenn sie feststellen, dass es doch nicht so toll ist, müssen sie in der 4. Liga wieder anfangen".

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