Unwetter in Italien: Deutsche auf Sardinien vom Blitz erschlagen

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Am vergangenen Wochenende hatten Unwetter weite Teile des Landes getroffen und richteten seitdem große Schäden an.

Die deutsche Urlauberin aus Berlin war mit ihrem Mann (64) und ihrem Sohn (30) und Freunden auf einer Wandertour auf der zu Sardinien gehörenden Insel San Pietro.

In Trient starb ein 34-Jähriger, der vor vier Tagen von einem Blitz getroffen worden war. Er ist der fünfte Unwettertote in der Region Trentino-Südtirol in dieser Woche.

Ganz Italien leide, sagte der Chef des Zivilschutzes Angelo Borrelli am Samstag im norditalienischen Belluno. In einigen Orten fehlte seit Tagen der Strom. "Es ist wie nach einem Erdbeben", sagte der Gouverneur der Region, Luca Zaia. Acht kleine Berggemeinden seien noch isoliert. Luftaufnahmen zeigten das ganze Ausmaß der Zerstörung. Tausende Bäume seien wie Mikadostäbchen umgefallen, twitterte die Feuerwehr.

Die Pegel der Hochwasser führenden Flüsse Brenta und Piave werden permanent beobachtet. Die überdachte Holzbrücke, 1569 nach Plänen des Architekten Andrea Palladio gebaut, ist laut Experten instabil.

Im ligurischen Luxusbadeort Rapallo wird befürchtet, dass Treibstoff aus den 211 Jachten, die bei den Unwettern am Montag zerstört wurden, ins Meer gelangen. Die Schäden an der ligurischen Riviera wurden mit 20 Millionen Euro beziffert. Der Ort Santa Margherita sei nach den Überschwemmungen für Besucher wieder zugänglich. Die Regierung versprach den von den Unwettern betroffenen Regionen Unterstützung.

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