Prozess gegen "El Chapo" beginnt in New York

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Nach rund zwei Jahren im Hochsicherheitsgefängnis in Manhattan beginnt für den mexikanischen Drogenboss Joaquín "El Chapo" Guzmán der Strafprozess. Zum Auftakt sollten zunächst rund 40 potenzielle Juroren befragt werden. Rund 20 bewaffnete Sicherheitsleute schützten das Gerichtsgebäude in Brooklyn. Vor dem Gebäude versammelten sich bei trübem Herbstwetter mit Nieselregen Dutzende Reporter und Schaulustige.

Die Auswahl der Geschworenen dürfte sich über mehrere Tage hinziehen.

Am 5. November wir die Jury offiziell gewählt, in der Woche darauf folgen die Eröffnungsplädoyers. Das Verfahren wird nach Einschätzung von Richter Brian Cogan mehrere Monate dauern.

Er soll Hunderte von Menschen auf dem Gewissen haben, mit seinen Geschäften verdiente er Milliarden: Nun muss sich der mexikanische Drogenkönig "El Chapo" vor Gericht verantworten. Guzmán hat mehrere Star-Verteidiger angeheuert.

Das Sinaloa-Syndikat, dessen Kopf "El Chapo" war, zählt laut Drogenbehörde DEA schon lange zu den Hauptlieferanten illegaler Drogen in die USA.

Guzman verbringt seit seiner Auslieferung an die USA im Jänner 2017 täglich 23 Stunden in Einzelhaft in einer fensterlosen Zelle. In Mexiko waren Guzmán zuvor mehrere spektakuläre Gefängnisausbrüche gelungen.

Bei einer Verurteilung droht ihm eine lebenslange Haftstrafe. Die Todesstrafe ist nach einer Einigung zwischen Mexiko und den USA ausgeschlossen.

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