US-Sender boykottieren Trump-Werbespot

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Donald Trump am 5. November bei einem Wahlkampfauftritt in Cape Girardeau, Montana.

Der konservative US-Sender Fox News und weitere Sender haben einen flüchtlingsfeindlichen Werbespot des Wahlkampfteams von US-Präsident Donald Trump verbannt. CNN hatte sich von Anfang an geweigert, das Video zu senden, Verantwortliche des Senders bezeichneten es als "rassistisch". "Diese Werbung wurde herunter genommen, weil sie gegen die Richtlinien von Facebook verstößt", hieß es auf Twitter. Der Werbeclip zeigt Ausschnitte aus einer Gerichtsverhandlung gegen einen illegal eingewanderten Mexikaner, der zwei US-Polizisten getötet hat und auf der Anklagebank keinerlei Reue zeigt. Dann wird in dem Spot behauptet, die Demokraten hätten den Mann ins Land gelassen. Es folgen Bilder der derzeitigen Flüchtlingsmärsche aus Mittelamerika und die Botschaft "Wen würden die Demokraten noch hereinlassen?".

Trump hatte im Wahlkampf für die Kongresswahlen am Dienstag seine flüchtlingsfeindliche Rhetorik immer weiter verschärft und Ängste vor einer "Invasion" von Flüchtlingen geschürt.

Auf Twitter macht sich Trump über CNN lustig und ruft seine Anhänger dazu auf, wählen zu gehen und sich von dem "falschen Löschen und Unterdrücken" nicht beeindrucken zu lassen. Ihm wird vorgeworfen, damit Migranten unter Generalverdacht zu stellen. "Fake News" würden versuchen, die Gedanken zu beeinflussen.

Bei den Kongresswahlen werden die Weichen für Trumps zweite Amtshalbzeit gestellt.

Bislang beherrscht Trumps Republikanische Partei beide Kammern. Die Umfragen geben den oppositionellen Demokraten gute Chancen, zumindest das Repräsentantenhaus zu erobern.

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