Boeing gibt nach Absturz Sicherheitshinweise an Piloten

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Ende Oktober ist in Indonesien ein Flugzeug der Linie Lion Air abgestürzt. Dabei kamen 189 Menschen ums Leben. Nun wendet sich der Hersteller Boeing mit Sicherheitshinweisen an die Piloten.

Boeing bezieht sich auf ein Statement des Indonesian National Transportation Safety Committee, wonach der Lion-Air-Jet "irreführende Daten" eines Sensors erhalten habe. Die Angaben sind wichtig für die Kontrolle des Flugs.

Wenn Piloten manuell fliegen und die Systeme einen zu steilen Anstellwinkel errechnen, greift unter bestimmten Umständen ein Sicherheitsmechanismus: das Flugzeug korrigiert die Trimmung und senkt die Nase ab, um einen drohenden Strömungsabriss abzuwenden, zitiert die Nachrichtenagentur "Bloomberg" eine mit der Sachlage vertraute Person.

Die Ermittler in Indonesien hatten mitgeteilt, dass eine Anzeige der Fluggeschwindigkeit bei den letzten vier Flügen der abgestürzten Maschine defekt gewesen sei.

Die indonesische Behörde hat die US-Behörde, den National Transportation and Safety Board, und Boeing aufgefordert, umgehend Maßnahmen zu setzen, um ähnliche Unfälle zu verhindern. Der Schaden sei bei der Auswertung der geborgenen Blackbox der abgestürzten Passagiermaschine entdeckt worden.

Minuten nach dem Start senkt sich die Boeing 737 MAX 8 und beginnt einen Sturzflug ins Meer. Es ist der erste Absturz einer Maschine dieses Typs, der erst 2017 in Dienst gestellt wurde. Die Warnung ist übrigens die erste konkrete in der Untersuchung der Unfallursache des Lion-Air-Jets.

Boeing hat bisher 219 737-Max ausgeliefert.

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