Diese Kandidaten schreiben bei den US-Kongresswahlen Geschichte

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Das erinnert an die Politikerin Shirley Chisholm: Sie war vor einem halben Jahrhundert die erste schwarze Abgeordnete der USA im Repräsentantenhaus. Sie flüchtete aus Somalia in die USA und politisierte die vergangenen vier Jahre im Kongress von Minneapolis. Sie haben dem Präsidenten Donald Trump den Kampf angesagt - und ziehen als "erste Vertreter ihrer Art" ins US-Parlament ein.

In Zeiten, in denen die Trump-Administration einen "muslim ban" durchzusetzen versucht, senden die Wähler in Michigan und Minnesota ein starkes Zeichen: Mit Rashida Tlaib (42) und Ilhan Omar (36) schafften erstmals in der Geschichte muslimische Frauen den Einzug in den Kongress. Tlaib ist die Tochter palästinensischer Einwanderer. Beide gehören der demokratischen Partei an. Ihre Familie floh vor dem Bürgerkrieg in dem ostafrikanischen Land, als sie acht Jahre alt war. Die Familie lebte zunächst in einem Flüchtlingslager in Kenia, bevor sie 1997 in die USA kam. Bisher hatte das Repräsentantenhaus zwei muslimische Abgeordnete - die Demokraten Keith Ellison und Andre Carson.

Bei den Midterms gab es viele erste Male - vor allem für Frauen und Minderheiten. Sie ist Mutter von zwei Kindern.

Rashida Tlaib feiert ihren Sieg bei einer Wahlparty in Detroit.

Tlaibs Triumph hatte allerdings schon vorab festgestanden. Die 42-Jährige hatte in ihrem Wahlkreis im Bundesstaat Michigan keinen republikanischen Konkurrenten. Sie wollen sich unter anderem gegen den von Trump verhängten Einreisebann gegen Bürger überwiegend muslimischer Staaten einsetzen. Sie wurde im Sommer über die Grenzen der USA hinaus bekannt, weil sie sich bei den Vorwahlen der Demokraten gegen den alteingesessenen Politiker Joe Crowley durchsetzte.

Ocasio-Cortez nennt sich selbst eine "demokratische Sozialistin" und setzt sich für einen landesweiten Mindestlohn von 15 Dollar sowie eine allgemeine Gesundheitsversorgung ein. Der Begriff bezeichnet Einwohner mit hispanoamerikanischer oder spanischer Herkunft. Die Midterm Elections gilt auch als Gradmesser für die Politik des US-Präsidenten.Im folgenden finden Sie die Ergebnisse der Wahlen zum Kongress (Repräsentantenhaus, Senat) und einigen Gouverneuren. Davids, die Tochter einer alleinerziehenden Armeeveteranin, war früher Profi-Kampfsportlerin.

Deb Haaland aus New Mexico ist alleinerziehende Mutter, auch ihre Eltern waren beim Militär. Als sie 1995 mit ihren Eltern in die USA umzog, sprach sie kein Wort Englisch.

Im Bundesstaat Colorado eroberte der Demokrat Jared Polis das Gouverneursamt.

Ihre ersten politischen Gehversuche unternahm sie als Wahlkampforganisatorin für Senator Bernie Sanders.

Demokratin Deb Haaland: Die Politikerin steht neben ihrer Tochter auf der Bühne in Albuquerque.

Er ist der erste homosexuelle Gouverneur: Jared Polis.

Der erste muslimische Mann zog im Übrigen bereits vor zwölf Jahren in den US-Kongress ein.

Der 43-Jährige hat in der Vergangenheit mehrere Firmen gegründet, darunter einen Handel für Online-Grußkarten. Mit seinem Partner hat Polis zwei Kinder.

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