Ex-Sqeezer-Sänger: Lange Haft für Mörder von Jim Reeves

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Im Prozess um die grausame Tötung des Sängers der deutschen Popformation Sqeezer, Jim Reeves, sind die zwei Angeklagten heute vor dem Berliner Landgericht zu Haftstrafen verurteilt worden. 14 Jahre Gefängnis ergingen gegen einen 31-Jährigen. Sie wurden des besonders schweren Totschlags in Tateinheit mit besonders schwerem sexuellen Missbrauch einer wehrlosen Person schuldig gesprochen. Für 13 Jahre soll Adam K. hinter Gitter. Reeves habe den Angeklagten, die ein Zimmer mit ihm teilten, zuvor ein sexuelles Kontaktangebot gemacht, hieß es im Urteil. Als der Musiker bereits bewusstlos war, hätten die Täter ihn "in einer degradierenden, homophobe Gefühle ausdrückenden Art" mehrfach misshandelt. Der in den 90er Jahren mit der Band Sqeezer bekannt gewordene Reeves starb in Folge schwerer innerer Verletzungen durch die ihm zugefügten Rippenbrüche.

Die Staatsanwaltschaft hatte wegen des tödlichen Angriffs auf Reeves jeweils 14 Jahre und sechs Monate Haft gefordert. Der 31-Jährige hatte sich für unschuldig erklärt. Beide Männer müssen außerdem mehr als 3.500 Euro Schmerzensgeld an die Familie des Getöteten zahlen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Sie ließen ihn stattdessen tot mit einer Decke über Kopf im Zimmer 26 zurück.

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