EU-Gericht kippt Energielabel bei Staubsaugern

Einstellen Kommentar Drucken

Denn die Staubsauger werden für die Energielabel mit leerem Beutel getestet, Dyson stellt aber beutellose Staubsauger her. Das EU-Gericht stoppte diese Praxis nun und erklärte die betreffende EU-Verordnung für nichtig.

Die Energieeffizienz von Staubsaugern darf künftig nicht mehr durch Tests mit leeren Staubbehältern ermittelt werden.

Die Tests für die Kennzeichnung des Energieverbrauchs von Staubsaugern in der Europäischen Union müssen laut einem Urteil des EU-Gerichts geändert werden. Das sei bei der bisherigen Praxis nicht der Fall.

Der britische Hersteller Dyson hat damit einen jahrelangen Rechtsstreit für sich entschieden.

Dieser Argumentation folgten nun die Richter. Das Gericht in Luxemburg entschied am Donnerstag, dass die vorgesehenen Testverfahren zur Energieeffizienz der Geräte dem tatsächlichen Gebrauch nicht so nah wie möglich kämen. Die von der EU-Kommission gewählte Methode stehe nicht mit den wesentlichen Aspekten der Richtlinie über Angaben zum Energieverbrauch in Einklang. Die Kommission legte dazu in einer Verordnung das Testverfahren fest, um damit die bereits seit 2010 bestehende Richtlinie zu ergänzen.

Ziel der Kennzeichnung ist es aber, die Verbraucher über die Energieeffizienz von Staubsaugern zu informieren. Im November 2015 hatte das EU-Gericht eine Klage von Dyson gegen die Verordnung noch abgelehnt. Auch gegen die aktuelle Entscheidung können nach Zugang des Urteils innerhalb von zwei Monaten erneut Rechtsmittel beim EuGH eingelegt werden. Andernfalls verlieren die derzeitigen Energie-Label ihre Gültigkeit.

Comments