Kurioseste Geschichte der US-Wahl: Toter Zuhälter gewinnt Sitz im Parlament

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In US-Bundesstaat Nevada ist ein Toter in das Parlament gewählt worden. Dennis Hof, Republikaner und ehemaliger Bordellbesitzer, siegt im Stimmbezirk 36 souverän - dabei ist er bereits vor mehr als drei Wochen verstorben. Dort hat der republikanische Kandidat Dennis Hof die Abstimmung gewonnen. Das ergab zumindest die letzte Hochrechnung. Nach einer durchzechten Party-Nacht zu seinem 72. Geburtstag wurde er tot in seinem Etablissement "Love Ranch Vegas" in Crystal nahe Pahrump nordwestlich von Las Vegas gefunden worden, wie das "Review-Journal" berichtete.

Wieso die Wähler ihre Stimme einem Toten geben konnten, ist eigentlich recht simpel erklärt: In solchen Fällen bleibt der Name eines Kandidaten auf dem Wahlzettel stehen, wenn seine Partei keine andere Person nominieren sollte.

Im Wahlkampf zuvor hatte der selbst ernannte "Trump von Pahrump" Steuer-Erlasse und den Schutz des Waffenrechts gefordert, wie das US-Magazin "The New Yorker" über Hof Anfang November schrieb.

Zuvor war gegen Hof wegen Menschenhandels und mutmaßlicher Vergewaltigung ermittelt worden. Später werde eine Kommission aus den drei Countys des Wahlbezirks Nye, Lincoln und Clark einen Nachfolger benennen. In Nevada waren die Auszählungen am Mittwochmorgen (Ortszeit) noch nicht komplett abgeschlossen. Einst war er Tankstellenbesitzer, später dann mehrfacher Bordellbetreiber.

Nun bleibt Dennis Hofs Sitz vorerst vakant. Hof wurde aber auch immer wieder scharf kritisiert: Ihm wurden Betrug und sexuelle Nötigung vorgeworfen.

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