Annegret Kramp-Karrenbauer verkündet Kandidatur für CDU-Parteivorsitz

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Sie erreichen dort nicht nur ein politisch interessiertes Millionenpublikum vor den Bildschirmen, sondern finden über die diversen Medienkanäle genügend Multiplikatoren für die dort formulierten Ideen.

Kandidaten-Check vor laufender Kamera: Maybrit Illner macht's möglich.

Kramp-Karrenbauer versprach den CDU-Mitgliedern, der Partei als Vorsitzende einen größeren Einfluss auf die Regierungsentscheidungen verschaffen zu wollen. "Wir müssen in der Mitte breiter werden und die Flügel mitnehmen", sagte die CDU-Politikerin.

Streit mit Angela Merkel? Merkel sagte am Montag in Berlin nach einer zweitägigen Klausur des CDU-Vorstandes: "Es gibt die gemeinsame Überzeugung, dass wir auf der Basis des Koalitionsvertrags die Bundesregierung weiterführen werden".

Beides hat Kramp-Karrenbauer am Donnerstag bei "Maybrit Illner" im ZDF bestätigt, wenn auch etwas widerstrebend. Vielmehr wolle sie ein Angebot unter mehreren Möglichkeiten machen, wie die Zukunft der Partei nach Merkel weiter gehen solle.

"Für mich ist klar, dass es um eine Auswahl, um Alternativen geht", sagte Kramp-Karrenbauer zur internen Konkurrenz. Eine Wiedereinreise müsse ihnen verwehrt werden - nicht nur nach Deutschland, sondern in den gesamten Schengenraum. Wer sich so nur für einen Teil, aber nicht für das Ganze von Partei und Gesellschaft einbringt, hat im Unionsbild Annegret Kramp-Karrenbauers einen festen Platz - nur nicht an der Spitze, sondern zum Beispiel als Steuer- und Finanzexperte, der sich einst für eine radikale Steuervereinfachung einsetzte, wonach die Berechnung der Einkommensteuer auf einen Bierdeckel passen sollte.

Die amtierende Generalsekretärin sprach sich gegen einen Bruch mit der Politik von Bundeskanzlerin Angela Merkel aus und hob ihre politische Erfahrung hervor.

Außenpolitisch benannte es Kramp-Karrenbauer als ihr Ziel, die Europäische Union wieder stark zu machen. Ihre Gespräche mit den Sozialdemokraten hätten ergeben, dass für die SPD die Frage "nachvollziehbar" wichtig sei, ob die CDU sich weiter dem Koalitionsvertrag verpflichtet fühle, sagte sie. Auch die Linke Janine Wissler warf Kramp-Karrenbauer ein reaktionäres Weltbild vor. Denn bei einer Homo-Ehe fehle die "Geschlechtlichkeit" als Kriterium einer Ehe. Frau Kramp-Karrenbauer hatte zwar die Gleichstellung homosexueller Partnerschaften mit der klassischen Ehe befürwortet, aber deren Öffnung als Ehe immer abgelehnt.

Auch in den sozialen Medien sorgten die Aussagen Kramp-Karrenbauers für Diskussionen.

Berlin. Eine verunsicherte SPD und eine sich personell erneuernde CDU - trotz aller Probleme wollen sie ihre Koalition fortsetzen.

Zwölf wollen Parteivorsitzende der CDU werden.

Damit hat die Generalsekretärin einen leichten Vorsprung vor EX-Unionsfraktionschef Friedrich Merz, den 33 Prozent der Unionsanhänger und 25 Prozent aller Befragten bevorzugen. Es sei klar, dass man in Europa dabei bleiben wolle, dass es keine Kontrolle an den Binnengrenzen gibt.

Die Vorsitzendenkandidaten können das Team nach Einschätzung aus der CDU auch nutzen, um Vorbehalte gegen die eigene Person auszugleichen und das eigene Profil zu weiten. Friedrich Merz hat sich per Pressekonferenz zurückgemeldet und Jens Spahn mit einem Gastbeitrag in einer Zeitung.

Zu sehen ist das Original-Video.

So sagt Spahn etwa "Die CDU ist das Herz unserer Demokratie" - dazu kommt in der neuen Version der Text "Das glaube nicht mal ich". Neben "AKK" kämpfen auch Jens Spahn und Friedrich Merz um den Posten.

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