Regelmäßiges Frühstücken verringert das Risiko für Typ-2-Diabetes

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Grundsätzlich empfiehlt sie ein regelmäßiges und ausgewogenes Frühstück allen Menschen - mit und ohne Diabetes.

Zum Welt-Diabetestag gibt es schlechte Nachrichten für Frühstücksmuffel: Epidemiologische Studienhaben gezeigt, dass der Verzicht auf ein Frühstück mit einem erhöhten Risiko für Typ-2-Diabetes verbunden ist. Experten zufolge verzichten rund 20 Prozent der Deutschen auf die morgendliche Mahlzeit. In der Altersklasse von 18 bis 30 Jahre ist es sogar die Hälfte. Es kann unter anderem das Risiko für Typ-2-Diabetes senken, wie sich nun in einer Studie gezeigt hat.

Manche müssen gleich nach dem Aufstehen etwas essen, andere können am Morgen mehrere Stunden gar nichts zu sich nehmen. Eine Auswertung des Deutschen Diabetes-Zentrums (DDZ) zeigt nun, dass Männer und Frauen, die das Frühstück weglassen, ein 33 Prozent höheres Risiko für Typ-2-Diabetes haben. Die Ergebnisse sind in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Journal of Nutrition veröffentlicht.

Allerdings konnte bislang nie nachgewiesen werden, in welchem Zusammenhang dies mit Adipositas zusammen hängt.

Da Übergewicht und Fettleibigkeit bedeutende Risikofaktoren für eine Typ-2-Diabeteserkrankung sind, haben die Forscher auch einen Blick auf den Body-Mass-Index der Probanden geworfen. Sie konnten sehen, dass adipöse Menschen häufiger auf Frühstück verzichten als Normalgewichtige.

Darüber hinaus wird der Frühstücksverzicht mit einer Zunahme des Gewichts diskutiert.

Das stärkste Risiko wurde demnach für den Verzicht von Frühstück für vier bis fünf Tagen pro Woche beobachtet. Übergewicht ist wiederum einer der größten Risikofaktoren für Typ-2-Diabetes, der im Volksmund fälschlicherweise oft noch Altersdiabetes genannt wird.

In ihrer Meta-Analyse fasste das Wissenschaftlerteam die Daten von sechs verschiedenen internationalen Beobachtungsstudien zusammen. Ab dem 5. Tag in Folge des Verzichts auf ein Frühstück wurde kein weiterer Anstieg im Risiko ermittelt.

"Dieser Zusammenhang ist zum Teil auf den Einfluss des Übergewichts zurückzuführen. Selbst nach Berücksichtigung des BMIs ging der Frühstücksverzicht mit einem erhöhten Diabetesrisiko einher", erläutert Diabetesforscherin Schlesinger. Teilnehmer, die auf ihr Frühstück verzichten, könnten generell eine ungünstigere Ernährungsweise, beispielsweise durch den Konsum von kalorienhaltigen Snacks und Getränken, aufweisen, weniger körperlich aktiv sein, oder mehr rauchen. Sie könnten sich allerdings vorstellen, dass ein gesunder Lebensstil per se mit der regelmäßigen Einnahme von Frühstück zusammenhängt. Weitere Studien seien nötig, meint Schlesinger, die neben der Aufklärung der Mechanismen, auch den Einfluss der Zusammensetzung des Frühstücks auf das Diabetesrisiko erforschten.

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