Atomkraftwerk Fessenheim geht 2020 vom Netz

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Fessenheim ist das schwächste aller französischen Atomkraftwerke. Das Pannen-AKW in der Nähe von Freiburg wird 2020 geschlossen.

Frankreichs ältestes Atomkraftwerk in Fessenheim am Oberrhein geht im Sommer 2020 vom Netz. Das kündigte der französische Staatschef Emmanuel Macron am Dienstag in Paris an.

Macron kommt damit Forderungen aus Deutschland entgegen: Das störanfällige Kraftwerk liegt nur wenige hundert Meter hinter der deutschen Grenze am westlichen Ufer des Rheinseitenkanals auf dem Gelände der elsässischen Gemeinde Fessenheim. Präsident Macron hatte im Wahlkampf noch versprochen, dieses Ziel bereits 2025 zu erreichen, also zehn Jahre früher als nun geplant. Kritikern gilt es schon seit Jahrzehnten als Sicherheitsrisiko.

Die französische Atomaufsicht hatte sich zuletzt auf eine Abschaltung bis 2022 vorbereitet. Der seit gut eineinhalb Jahren regierende Macron hatte bereits Ende 2017 explizit bestätigt, dass Fessenheim geschlossen werden soll. Ihre Abschaltung soll einen Teilausstieg Frankreichs aus der Atomkraft einläuten: Bis zum Jahr 2035 soll nach Macrons Willen fast jeder vierte Atomreaktor im Land abgeschaltet werden. Macron bestätigte bisherige Ankündigungen aus der Regierung, wonach der Zeitplan für eine Energiewende hin zu weniger Atomstrom geändert wird.

Mit den ersten beiden Szenarien könnte Frankreich den Atomanteil an der Stromproduktion theoretisch von derzeit 75 auf 50 Prozent senken.

Betroffen wären 14 von derzeit 58 Reaktoren.

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