Linkedin hat 18 Millionen E-Mail-Adressen von Nicht-Mitgliedern an Facebook weitergeleitet

Einstellen Kommentar Drucken

Um seine Nutzerbasis zu erweitern, habe LinkedIn die Hash-E-Mail-Adressen der Nicht-LinkedIn-Mitglieder genutzt, um diese Personen mit Anzeigen auf Facebook anzusteuern. Wir erklären dir, was dahinter steckt.

Die Microsoft-Tochter LinkedIn hat offenbar in Europa E-Mail-Adressen von bis zu 18 Millionen Nutzern verarbeitet, die gar nicht Mitglied des Sozialen Netzwerks waren, um ihnen auf Facebook gezielt Werbung präsentieren zu können. Das Netzwerk hat sich keine Erlaubnis für die Verwendung der Daten eingeholt. Nach einer eingeleiteten Untersuchung durch die irische Datenschutzbehörde zeigte sich dann, dass LinkedIn in den USA, das die Daten im Auftrag von LinkedIn Ireland verarbeitet, die E-Mail-Adressen von etwa 18 Millionen Nicht-LinkedIn-Mitgliedern an Facebook weitergeleitet hat. Und das, obwohl er nicht in dem Business-Netzwerk angemeldet ist. Das berichtet die Irish Times.

LinkedIn hat die E-Mail-Adressen von 18 Millionen Nicht-Nutzern seines Berufsnetzwerkes missbraucht, um mit ihnen gezielte Werbung zu platzieren.

Damit sich ein derartiger Fall nicht wiederholt, soll LinkedIn entsprechende Maßnahmen ergriffen haben. Laut Helen Dixon, der irischen Datenschutzbeauftragten, konnte die Angelegenheit mittlerweile beigelegt werden, weil LinkedIn die Nutzung der Mailadressen für Werbung schließlich unterbunden habe. Der Fall wurde von der irischen Datenschutzbehörde Data Protection Commissioner (DPC) untersucht.

Neueste Videos von futurezone in der Autoplay Video Playlist Die neuesten Videos von futurezone.

Im Rahmen einer zweiten Untersuchung wurde zudem analysiert, ob LinkedIn allgemein angemessen mit den Daten von Nicht-Mitgliedern umgeht. Laut der Datenschutzkommission habe man sich mit LinkedIn einvernehmlich geeinigt, die unlauteren Praktiken hat das Karrierenetzwerk inzwischen eingestellt.

Comments