StreamOn und Netzneutralität: Regulierer droht Telekom mit saftiger Geldstrafe

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Der Streit zwischen der Bundesnetzagentur und der Deutschen Telekom über sogenanntes "Zero Rating" für Streaming-Angebote oder andere Dienste geht weiter. So wird bei StreamOn nicht der Datenverbrauch von Netflix oder unterstützter Mediatheken auf das im Vertrag inkludierte Volumen angerechnet.

Wohl aber soll sie in bestimmten Tarifen eben die Qualität drosseln, sodass man mobil nur in SD schauen könne.

Die Bundesnetzagentur bemängelt insgesamt vier Verstöße und kann jeweils ein Bußgeld in Höhe von 100.000 Euro verhängen, sollte die Telekom nicht angemessen reagieren. Hier sieht die Bundesnetzagentur einen Verstoß gegen die Roaming-Regulierung in der EU, wonach Mobilfunkkunden im EU-Ausland zu den gleichen Vertragsbedingungen unterwegs sein müssen wie zuhause. Für das dritte Quartal 2018 meldete die Telekom in Deutschland jüngst einen operativen Gewinn in Höhe von 2,2 Milliarden Euro. Der Konzern zog vor das Kölner Verwaltungsgericht, wo er vergangene Woche aber eine Niederlage einstecken musste. Dazu werde man "alle rechtlichen Möglichkeiten" nutzen. Bald landet der Fall vor dem Oberverwaltungsgericht in Münster.

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