BASF stoppt TDI-Produktion in Ludwigshafen Wasserknappheit im Rhein

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Der lang anhaltende niedrige Pegelstand des Rheins macht der deutschen Wirtschaft immer mehr und mehr zu schaffen. Bauernverbände klagen über ausbleibende Hilfszahlungen, wichtige Wasserstraßen wie der Rhein melden historische Tiefststände. Konzernchef Brudermüller stellt Forderungen. Obwohl BASF bereits alle Möglichkeiten zur alternativen Versorgung - Pipeline, Lkw und Schiene - ausschöpft, können nicht alle Rohstoffe zum Werk nach Ludwigshafen transportiert werden.

BASF muss daher die TDI-Produktion am Standort Ludwigshafen stoppen. "Das Wiederanfahren der Anlage hängt von der weiteren Entwicklung des Rheinpegels ab", teilte das Dax-Unternehmen mit. BASF transportiert am Stammwerk in der Regel 40 Prozent der Güter per Schiff.

TDI ist ein Vorprodukt für den Kunststoff Polyurethan, der in der Möbelindustrie und für Autositze verwendet wird.

Die eine Milliarde Euro teure Anlage läuft erst seit Juli 2018 im Regelbetrieb. "Dafür wären dann Schleusen und Stauwerke erforderlich", sagte er am Montag dem "Tagesspiegel".

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