Pharmakonzern: Bayer will weltweit 12.000 Stellen streichen

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Keinen Platz mehr im Bayer-Konzern finden auch Geschäfte mit einigen rezeptfreien Produkten.

Der deutsche Pharmakonzern Bayer plant einen Konzernumbau und will dabei 12.000 Stellen streichen. Gleichzeitig kündigte Bayer Wertberichtigungen in einer Gesamthöhe von 3,3 Milliarden Euro an. € der sechstwertvollste börsenkotierte Konzern in Deutschland.

Bayer legt jedoch Wert darauf, dass der Konzern nicht nur abbaut, sondern sich auch für die Zukunft rüstet.

Bayer hat derzeit gleich an mehreren Fronten zu kämpfen. In den USA sieht sich der Konzern nach der Übernahme von Monsanto mit zahlreichen Klagen wegen des Unkrautvernichtungsmittels Glyphosat konfrontiert. Die Kläger werfen der von Bayer übernommenen US-Firma vor, mit Glyphosat ein krebserregendes Mittel verkauft und nicht ausreichend über die Schädlichkeit informiert zu haben. Bayer weist diese Vorwürfe entschieden zurück. Auch im wichtigen Pharmageschäft hatte der Konzern zuletzt wenig erfolgversprechende Neuentwicklungen zu vermelden. Drittens führt das Management des 1863 gegründeten Unternehmens Gespräche über einen Verkauf des 60%-Anteils am deutschen Standortdienstleister Currenta. So werde geprüft, wie man sich von den Bereichen Sonnenschutz mit der Marke Coppertone und Fußpflege mit der Marke Dr. Scholl's trennen könnte. Rund 900 Arbeitsplätze in der Pharmaforschung sollen deswegen gestrichen werden.

Der grösste Teil des Stellenabbaus werde auf das Pflanzenschutzgeschäft und auf die übergreifenden Konzernfunktionen entfallen, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Leverkusen mit.

Mit den angekündigten Effizienz- und Strukturmassnahmen will das Management um Konzernchef Werner Baumann die Wettbewerbsfähigkeit des Konzerns steigern und einschliesslich der erwarteten Synergien aus der Monsanto-Übernahme ab dem Jahr 2022 an "jährliche Beiträge" in Höhe von 2,6 Mrd.

Die Bayer Austria GmbH mit Sitz in Wien-Ottakring hat laut Firmencompass rund 230 Mitarbeiter. Euro erzielt. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) lag 2017 bei rund 10 Mio. Diese umfasst neben Österreich Albanien, Bosnien-Herzegowina, Kroatien, Mazedonien, Montenegro, Serbien und Slowenien.

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