Michael Cohen: Trumps ehemaliger Anwalt bekennt sich schuldig

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Es liegt in der Natur von wirklich großen Skandalen, dass die Wahrheit zunächst nur tröpfchenweise ans Licht kommt. Trump wie auch die politische Führung Russlands bestreiten, dass es eine Zusammenarbeit gab. Diesem drohe wegen diverser Vergehen eine hohe Haftstrafe.

Mueller schweigt, Trump antwortet Der US-Sonderermittler lässt sich nicht in die Karten schauen, bleibt aber hartnäckig.

Überraschend ist US-Präsident Trumps Ex-Anwalt Cohen vor Gericht erschienen - und hat US-Medien zufolge zugegeben, dass er während der Russland-Ermittlungen das Parlament belogen hat.

Cohen gab demnach unter anderem auch zu, dass er häufiger mit "Individuum 1" über das Projekt in Moskau beriet, als er gegenüber den Kongressausschüssen angegeben hatte. Sogar eine Russlandreise wurde geplant. Er selbst habe das Projekt immer wieder mit Trump und dessen Kindern, die im Familienunternehmen angestellt waren, besprochen. Dabei geht es um den Bau eines Trump Towers in Moskau.

Zum anderen machen die Aussagen deutlich, dass Trump entgegen seinen Beteuerungen auch als Präsidentschaftskandidat noch geschäftliche Interessen in Russland hatte. So hat der Anwalt eingestanden, dass das Projekt eines Trump-Tower in Moskau keineswegs im Januar 2016 fallengelassen worden war, wie er gegenüber den Ermittlern im Kongress behauptet hatte. Also noch vor dem Beginn der Vorwahlen bei den Republikanern. "Er lügt", um eine mildere Strafe herauszuholen, sagte Trump. Den bislang letzten Versuch, den Wolkenkratzer-Deal einzufädeln, soll es mitten im Wahlkampf zur US-Präsidentschaft im Jahr 2016 gegeben haben. Erschwerend kommt nun hinzu, dass Trump die amerikanische Bevölkerung bezüglich seiner Geschäftsinteressen offensichtlich hinters Licht geführt hatte. Zu seiner falschen Stellungnahme sagte Cohen nun, er habe diese Aussage aus Loyalität zu Trump gemacht und damit sie in Einklang stünde mit dessen politischen Botschaften.

Cohen war jahrelang einer der engsten Vertrauten Trumps.

Trump nannte Cohen "eine schwache Person".

Trump wies die Aussagen seines Ex-Anwalts zu dem Immobilienprojekt in Moskau zurück.

Gleichzeitig bemühte er sich, die Sache herunterzuspielen. Er habe doch durchaus das Recht gehabt, auch während seines Wahlkampfs sein Geschäft weiter zu betreiben, sagte Trump vor Reportern. "Es gab ja das Risiko, dass ich die Wahl nicht gewinne".

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