Polizei findet totes Baby aus Duisburg in Polen

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Dort werden die Altkleidersäcke geöffnet und die Kleidung sortiert. Polizisten aus Duisburg und Polen arbeiten jetzt mit Hochdruck daran, diese Tragödie aufzuklären. Am Donnerstag untersuchte die Polizei mit drei Hunden mehr als 100 Container.

Mutmaßlich war das Baby an der Ruhr zunächst von der Mutter in einem Altkleider-Container abgelegt worden, dessen Inhalt dann nach Polen transportiert wurde. Die Polizei geht nach ersten Ermittlungen davon aus, dass der Säugling vor dem Transport nach Kielce in Duisburg in einen der rund 470 Altkleidercontainer der Wirtschaftsbetriebe gelegt wurde. "Das hat die Rekonstruktion der Transportwege ergeben", sagt Polizeisprecherin Jacqueline Grahl zum EXPRESS.

Der Name steht übrigens in Anführungsstrichen, weil das Baby, als es im Container mehr oder weniger entsorgt worden war, mit Sicherheit noch keinen Namen trug. Die Todessache wäre allerdings noch unklar, auch ein genauer Todeszeitpunkt läge demnach noch nicht vor.

Als sie Mitte November den Container öffnen und die Kleider sortieren, machen Mitarbeiter im polnischen Kielce eine schreckliche Entdeckung: Zwischen den Kleidungsstücken finden sie eine Baby-Leiche.

Das Neugeborene muss zwischen dem 31. Oktober (Mittwoch) und dem 8. November (Donnerstag) in einem Altkleider-Container der Wirtschaftsbetriebe Duisburg abgelegt worden sein.

Die Polizei bittet auch die Bevölkerung um Mithilfe.

Hinweise aller Art können an das Kriminalkommissariat 11 unter der Telefonnummer 0203 / 280 4508 gegeben werden.

Zudem braucht die Mutter des Kindes womöglich dringend Hilfe.

Die Beamten fragen nun: Wem ist eine Frau aufgefallen, die sich in der letzten Zeit verändert hat? Dazu zählten auch auffällige Gewichtszu- oder abnahmen, Änderung des Kleidungsstils, Vermeidung von Sport, verändertes Freizeitverhalten oder Meiden sozialer Kontakte. Jeder noch so abwegig erscheinende Hinweis ist wichtig und wird diskret behandelt.

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