Regierung prüft Rücknahme deutscher IS-Mitglieder aus Syrien

Einstellen Kommentar Drucken

"Die Bundesregierung prüft alle Optionen hinsichtlich einer möglichen Rückkehr deutscher Staatsangehöriger nach Deutschland sorgfältig", heißt es in einer am Mittwoch AFP vorliegenden Antwort des Auswärtigen Amtes auf eine Anfrage der Linken. Der Generalbundesanwalt ermittelt derzeit gegen 14 deutsche Staatsbürger in Syrien, die der Mitgliedschaft in der Terrororganisation IS beschuldigt werden.

Berlin Deutsche Dschihadisten sollen möglicherweise aus Syrien zurück nach Deutschland geholt werden - auch mit Hilfe des Roten Kreuzes.

Es heißt, da Deutschland anders als im Irak in Syrien derzeit keine Auslandsvertretung hat, könnte demnach die Bundesregierung Mitarbeiter des Roten Kreuzes oder Vertreter der kurdischen Autonomiegebiete bitten, die Verdächtigen an die syrisch-irakische Grenze zu transportieren, um sie von dort nach Deutschland auszufliegen.

Die in Nordsyrien inhaftierten deutschen IS-Anhänger müssten in Deutschland vor ein Gericht gestellt und bestraft werden, forderte Jelpke. Denn die Selbstverwaltungsbehörden der Region Nordsyrien könnten und wollten das nicht leisten. Die Bundesregierung dürfe die Rückholung von deutschen IS-Anhängern und ihren Familien aus der Gefangenschaft in Nordsyrien "nicht länger unter fadenscheinigen Ausreden hinauszögern". Bei den islamistischen Frauen in kurdischer Obhut sei "die Möglichkeit zur Flucht als potenziell größer einzuschätzen, da diese sich nicht in Haftanstalten, sondern lediglich in Flüchtlingslagern befinden", berichten die Zeitungen weiter. Redaktionelle Inhalte von GDN können auf anderen Webseiten zitiert werden, wenn das Zitat maximal 5% des Gesamt-Textes ausmacht, als solches gekennzeichnet ist und die Quelle benannt (verlinkt) wird.

Comments